48. Stadtmusikfest Owingen
: Haigerlocher Musikanten sind hitzefest

Große Hitzefestigkeit haben die Aktiven der Haigerlocher Musikvereine in Owingen bewiesen. Und auch Bürgermeister Heiko Lebherz konnte am Sonntag wieder lachen.
Von
Thomas Kost
Oberndorf
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Immer wieder ein schönes Bild: MIt dem Musikantengruß endete der Massenchor der Haigerlocher Musikvereine beim 48. Stadtmusikfest.

Thomas Kost

Alles halb so wild: das Stadtoberhaupt hatte sich beim Fassanstich zur Eröffnung des 48. Stadtmusikfestes eine blutende Wunde an der Hand zugezogen, weil bei einem kräftigen Schlag mit dem Schlegel auf den Zapfhahn ein Bierglas zu Bruch ging und sich Lebherz an dessen Scherben schnitt.

Nachdem er im Krankenhaus in Balingen den lädierten Finger mit wenigen Stichen nähen hatte lassen, begab er sich umgehend wieder zurück aufs Fest nach Owingen – und gab eine Runde aus. Auch am Sonntag dem Haupttag des Stadtmusikfest, mischte er sich gut gelaunt unters Publikum und applaudierte den Musikerinnen und Musikanten, als diese im Sternmarsch ins Festzelt einzogen.

Am Samstagnachmittag gehörte wie immer dem Musik-Nachwuchs der Haigerlocher Musikvereine

Foto: Thomas Kost

Auftakt mit Gottesdienst

Begonnen hatte das Stadtmusikfest am Sonntag mit einem Gottesdienst in der alten Jakobuskirche, den der Musikverein aus Hart musikalisch umrahmte. Danach verlagerte sich das Geschehen ins Festzelt, wo die Musikvereine aus Bittelbronn und Heiligenzimmern die Gäste zum Frühschoppen und zur Mittagszeit unterhielten.

Und dann näherte sich allmählich der Höhepunkt des Festes. Dieser wurde aufgrund der brütenden Sommerhitze vom Ablauf her angepasst. Damit nicht so wie vor drei Jahren in Gruol – wo es ähnlich heiß war – Musikanten beim Massenchor umkippen, wurde dieser kurzerhand vom in der prallen Sonne liegenden Sportplatz ins Festzelt verlegt.

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Dorthin marschierten die acht beteiligten Musikvereine in einem kurzen Sternmarsch von der Talstraße und der Rötenbachstraße aus unter dem Applaus der Zuschauer ins Zelt ein und sammelten sich vor der Bühne. Von dieser herab begrüßten Marc Jerke, einer der drei Vorsitzenden der Musikkapelle Owingen, gemeinsam mit Haigerlochs Bürgermeister Heiko Lebherz, Owingens Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder und Karl Edelmann als Vorsitzendem des Blasmusik-Kreisverbandes die bunte Musikantenschar.

Ständchen für Thorsten Hellstern

„Was für ein geiles Fest“, meinte der Bürgermeister salopp und sowohl er als auch alle anderen würdigten die vielen Helfer vor und hinter den Kulissen, die so ein mehrtägiges Fest erst ermöglichen. Karl Edelmann lud so ganz nebenbei alle zum Kreismusikfest ein, das bereits am nächsten Wochenende in Höfendorf stattfindet. Und dann stimmte „Charles“ Gaus aus Weildorf mit seiner Trompete spontan ein Geburtstagsständchen an, denn ausgerechnet Karl Edelmanns Stellvertreter Thorsten Hellstern von der „Lyra“ Bittelbronn feierte am Sonntag mitten im Stadtmusikfest seinen 53. Geburtstag.

So ist's richtig: Unter der prallen Sommersonne ist es immer gut, sich zu behüten, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Foto: Thomas Kost

Dem Owinger Dirigenten Stefan Riethmüller war es dann vorbehalten, den Massenchor zu dirigieren. Angestimmt wurden wie immer der „Bozener Bergsteigermarsch“, das „Hohenzollernlied“ und dann die deutsche Nationalhymne, die natürlich inbrünstig von den Festbesuchern mitgesungen wurde. Für alle Lieder gab es großen Applaus.

Ausklang mit Tombola

Danach war die Bühne frei für die kurzen Gemeinschaftskonzerte der Haigerlocher Musikvereine, die sie traditionell in Zweier-Kombinationen gaben. Zuerst spielte der MV Weildorf zusammen mit der Stadtkapelle Haigerloch auf, dann folgten die Musikvereine aus Stetten und Imnau sowie die Musikvereine aus Gruol und Hart. Den Schluss bildeten die Bauernkapelle Trillfingen und die Lyra Bittelbronn.

Die Trillfinger Musikanten um ihren Dirigenten Elmar Schneider blieben dann gleich oben auf der Bühne und umrahmten die große Tombola zum Festausklang. Ein schöner Schlusspunkt hinter drei gelungene Festtage. Wie sagte es Owingens Ortsvorsteher Binder so treffend: Ohne Musik wäre das Leben öd und fad.