Waldhaushalt in Dornstetten: Stadt profitiert von guten Holzpreisen

125 Euro pro Festmeter: Holz lässt sich derzeit gut vermarkten – was auch die Stadt Dornstetten freut.
Uwe Ade„Wir profitieren sehr von den guten Holzpreisen und bekommen derzeit 125 Euro pro Festmeter.“ Äußerst positiv bilanzierte Revierförster Ralf Polkowski in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats den Vollzug im Stadtwald Dornstetten. Der Preis pro Festmeter sei gegenüber 2024 gestiegen.
Polkowski und Fabian Kiefer, Gebietsleiter Landkreis West beim Forstamt, hatten Details zum aktuellen Stand im Stadtwald und im Ausblick parat. En bloc und einstimmig nahm der Gemeinderat die Vorträge zur Kenntnis und stimmte dem Betriebsplan 2026 zu.
Grundsätzlich, so betonte Kiefer auch noch einmal auf Nachfrage aus dem Gremium, hänge der Festmeter-Preis immer ab vom Zustand des Gesamtholzes, das man einschlage und vermarkte. Der Preis könne schwanken. Es gebe sogenanntes Reinholz, also sehr gutes Holz, aber auch schlechteres, zum Beispiel aus dem unteren Baumbereich oder aus den Baumkronen. Hier mache zudem noch die Mistel immer mehr Probleme, die sich als Schmarotzerpflanze immer mehr ausbreite und den besetzten Bäumen Wasser entziehe.
2025 ein „sehr gutes Jahr“
Zu den Zahlen: Der Vollzug des Waldhaushalts 2024 habe ein Gesamtergebnis von rund 288 000 Euro ergeben. Bei den Hiebmaßnahmen habe man zu Beginn des Jahres 2025 restliche Arbeiten aus dem Vorjahr noch nachgeholt, beispielsweise im Gebiet Bleier, so Polkowski. Begonnen habe man dann für 2025 bei der Mönchswiese.
Das aktuelle Gesamtergebnis im Vollzug liege bei rund 320 000 Euro. 6000 Festmeter seien fertig bearbeitet, 2500 noch offen zur Vermarktung, teilweise auch schon gerückt.
2025 sei ein sehr gutes Jahr gewesen, nicht nur fiskalisch, auch die Vitalität der Bäume habe sich verbessert. Endgültiges liege aber erst im Laufe des kommenden Jahres vor, betonte Polkowski.
Jetzt geht’s Richtung Katzenholz
Zu Beginn des neuen Jahres sei bei den Hiebmaßnahmen noch der fünfte Block aus dem Jahr 2025 geplant. Man sei gerade im alten Aacher Wald tätig, dann folgten unter anderem Arbeiten im „Katzenholz“ Richtung Freudenstadt.
In Sachen Finanzplanung rechne man für 2026, so Kiefer im Ausblick, mit einem Gesamtergebnis von rund 319 000 Euro. Geplant sei ein Einschlag von 8500 Festmetern. Nach dem Gebiet Katzenholz seien im kommenden Jahr Hiebmaßnahmen beispielsweise im Gebiet Ellenbühl und Holländerweg vorgesehen.
Biber macht Probleme
Bürgermeister Bernhard Haas lobte auch das nun höhere Gesamtergebnis von 320 000 Euro, die Stadtverwaltung habe mit etwa 250 000 Euro gerechnet. Zugleich dankte er den Forstfachleuten für ihre Arbeit.
Polkowski sprach noch den Personalstand in seinem Metier an; einen Wechsel habe es gegeben. Grundsätzlich sei man immer offen für neue Bewerber. Er blickte außerdem noch kurz auf den Waldbegang des Gemeinderate im Sommer zurück und erinnerte an den Neubau des Waldwegs am Biberdamm in Hallwangen. Das Tier habe mit seinen Bauten für Überschwemmungen gesorgt.