Verkehrslärm in Loßburg: So ist der Stand bei einer möglichen Ortsumfahrung

Die Loßburger Ortsdurchfahrt ist stark frequentiert.
Niklas Ortmann- Loßburg sucht Lösungen gegen Verkehrslärm, eine Ortsumfahrung ist vorerst nicht realistisch.
- Gespräch 2022: Neubauprojekte als Umfahrung in Baden-Württemberg derzeit nicht vorgesehen.
- Planung als Landesstraße mit LGVFG-Förderung wäre möglich – Land fordert drei Abfahrten.
- Klimacheck nötig, Gutachten war teuer, daher aktuell nicht finanzierbar.
- Lärmaktionsplanung betrifft B294 und L408, Fortschreibung ist für das Jahr 2027 geplant.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Ein Thema, das bei der Bürgerbefragung in Loßburg immer wieder genannt wurde, ist der Verkehr. Bei der Bürgerversammlung informierte Bürgermeister Christoph Enderle nun, dass es verschiedene Überlegungen gebe, um den Verkehr und daraus resultierenden Lärm aus Loßburg herauszubekommen. Auch verschiedene Politiker hätten sich bereits ein Bild der Lage vor Ort gemacht, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde zur Bürgerversammlung heißt.
Im Trassenplan aus dem Jahr 2010 hätte man einige Kreisverkehre geplant, sowie eine Unterführung nach Wittendorf. Auch im Bundesverkehrswegeplan 2030 sei diese Trasse immer noch enthalten.
Bei einer Voruntersuchung für eine mögliche Ortsumfahrung mit dem damaligen Verkehrsminister Winfried Hermann sei 2022 in einem persönlichen Gespräch allerdings deutlich geworden, dass man in Baden-Württemberg Probleme habe, die bestehenden Straßen überhaupt zu erhalten. Es werde kein Neubauprojekt als Ortsumfahrung geben. Land oder Bund würden vor 2045 nicht anfangen zu planen und zu bauen. Es werde also mindestens 2050 sein, bis überhaupt eine Realisierung anzudenken sei, und auch das sei fraglich.
Planung als Landesstraße?
Eine andere Möglichkeit wäre, die Ortsumfahrung als Landesstraße zu planen, bei der es eine LGVFG‑Förderung (Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) gäbe. Damit käme man vielleicht schneller ans Ziel. Bürgermeister Enderle lobte ausdrücklich den Verkehrsplaner Christian Keppler vom Landratsamt, der innerhalb von zwei Tagen diese Ortsentlastungsstraße gezeichnet habe. Diese würde über die L408/L412 Richtung Dottenweiler/24-Höfe anschließen und wäre dann eine Kreisstraße.
Mit dieser Planung einer Ortsentlastungsstraße sei Enderle zum Land gegangen, das als Voraussetzung dafür drei Abfahrten aus dem Ort verlangt habe. Diese dürften aber nicht wie im Bundesverkehrsplan ausgewiesen sein. Es fehle der Gemeinde Loßburg mindestens ein Abzweig, um eine „Entlastungsstraße“ zu bauen.
Außerdem wurde ein Klimacheck gefordert, der für die Umwelt positiv aussehen müsse. Dieses Gutachten hätte vor drei Jahren 146.000 Euro gekostet. Aufgrund der finanziellen Lage könne man dies gerade aber nicht planen. Auch der Gemeinderat sehe dies so. Wenngleich die Ortsentlastungsstraße ein guter Ansatz sei, könne man in der derzeitigen finanziellen Lage nicht derart viel Geld für ein Gutachten ausgeben, dessen Realisierung fraglich sei.
Hauptamtsleiterin Anja Pajdic informierte in der Bürgerversammlung zudem über die Lärmaktionsplanung. Für Loßburg betreffe diese die B294 (Hauptstraße und Freudenstädter Straße) sowie die L408 (Oberndorfer Straße). Auch Pajdic unterstrich, dass das langfristige Ziel weiterhin der Bau einer Ortsumgehung sei. Für das Jahr 2027 sei die turnusmäßige Fortschreibung des Lärmaktionsplans der vierten Stufe geplant.
