Unternehmerfrühstück in Freudenstadt
: „Der Schwarzwald wird vom Klimawandel profitieren“

Die Lage der mittelständischen Wirtschaft in der Rezession war Thema beim Unternehmerfrühstück in Freudenstadt. Ebenso der Klimawandel.
Von
red/pm
Kreis Freudenstadt
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Die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks zusammen mit Oberbürgermeister Adrian Sonder (Mitte) und IHK-Geschäftsführerin Tanja Traub (rechts).

Die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks zusammen mit Oberbürgermeister Adrian Sonder (Mitte) und IHK-Geschäftsführerin Tanja Traub (rechts).

Rath/Stadtverwaltung
  • Unternehmerfrühstück in Freudenstadt: Rezession trifft, doch Region zeigt Robustheit.
  • OB Adrian Sonder drosselt Ausgaben und setzt Investitionsschwerpunkte – auch bei Digitalisierung.
  • Umbau des Forsts zu klimastabilem Mischwald soll vorankommen, Kooperationen sind geplant.
  • Sonder erwartet Vorteile durch Klimawandel für den Schwarzwald, besonders im Tourismus.
  • IHK sieht hohe Ausbildungszahlen, warnt aber vor Verlagerung von Produktion ins Ausland.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die mittelständische Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald und die Stadt Freudenstadt sind bislang besser durch die Rezession gekommen, als die Prognosen erwarten ließen. Die Krise ist zwar noch nicht ausgestanden, wie die Stadt Freudenstadt in einer Mitteilung schreibt. Mit etwas Mut und frischen Ideen könnten sich aber auch neue Chancen ergeben.

Das sind die Kernbotschaften des Unternehmerfrühstücks, zu dem die Stadt, die städtische Wirtschaftsförderung sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald ins IHK-Gebäude eingeladen hatten. Mehr als 20 Vertreter von Unternehmen und Institutionen nahmen an der Runde der regelmäßigen Netzwerktreffen wieder teil.

Oberbürgermeister Adrian Sonder sagte, die Stadt setze in der momentan schwierigen Haushaltslage den eingeschlagenen Kurs fort, die Ausgaben zu drosseln und Schwerpunkte bei den Investitionen zu setzen. Auch beim Thema Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung sowie beim Umbau des Forsts hin zu einem klimastabilen Mischwald setze er auf Kooperationen.

Sonder: Region hat sehr gute Zukunftschancen

Da die Menschen und Unternehmen im Nordschwarzwald so flexibel und anpassungsfähig wie die Natur seien, habe die Region sehr gute Zukunftschancen. „Der Schwarzwald wird vom Klimawandel profitieren, vor allem der Tourismus“, ist sich Sonder sicher. Es sei jedoch erforderlich, mutige Entscheidungen zu treffen und „die Extrameile“ zu gehen.

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Ähnlich schätzt auch Tanja Traub, Geschäftsführerin der IHGK Nordschwarzwald, die Lage ein. Die IHK Freudenstadt ist landesweit Schwerpunktkammer für die Bereiche Umwelt und Tourismus. Rund 38.000 Unternehmen sind in der IHK Nordschwarzwald organisiert. Die regionale Wirtschaft habe sich bislang als sehr robust und anpassungsfähig erwiesen.

Was ihr jedoch Sorge bereite, sei der Trend, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern. „Die Unternehmen sind sehr stark hier verwurzelt und wollen auch bleiben. Dafür müssen allerdings auch die Rahmenbedingungen stimmen“, so Traub. Nach wie vor seien die Ausbildungszahlen im Kammerbezirk sehr hoch.

„Betrifft die ganze Gesellschaft“

Den aktuellen Wandel empfindet Traub als völlig anders als die wirtschaftlichen Flauten der vergangenen Jahre. „Das ist schon eine tiefgreifende Veränderung, die die ganze Gesellschaft betrifft.“ Kontinuierliche Fortbildung sei für die Arbeitnehmer und Unternehmen das Gebot der Stunde. Das nächste Unternehmerfrühstück findet am 19. Oktober statt und hat das Schwerpunktthema Künstliche Intelligenz.