Tradition in Baiersbronn: Warum das Weihnachtsdorf vorerst nicht mehr stattfindet

Die Besucherzahlen des Weihnachtsdorfs waren laut den Veranstaltern in den vergangenen Jahren rückläufig.
Manuel Kalmbach- Das Baiersbronner Weihnachtsdorf findet dieses Jahr nicht statt – Entscheidung des Festausschusses.
- Gründe sind finanzielle Unsicherheit, hoher Ehrenamtsaufwand und wetterbedingt schwierige Jahre.
- Besucherzahlen gingen zurück, auch wegen Konkurrenz; Fixkosten trugen Sponsoren und Vereine.
- Mehrere Vereine steigen aus, Planungs- und Investitionssicherheit fehlt den Organisatoren.
- Zukunft weiterer Veranstaltungen ist offen, Gespräche laufen; Dank an Unterstützer und Besucher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Baiersbronner Weihnachtsdorf wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Diese Entscheidung hat der Festausschuss, bestehend aus den veranstaltenden Vereinen, getroffen, wie in einer Pressemitteilung berichtet wird.
Gründe sind vor allem die finanzielle Unsicherheit, das hohe notwendige ehrenamtliche Engagement sowie mehrere wetterbedingt schwierige Jahre.
Die Vereine hatten das Weihnachtsdorf laut Mitteilung in den vergangenen vier Jahren privat organisiert und finanziert. Mit großem Einsatz sei es gelungen, die ursprünglich hohen Defizite deutlich zu reduzieren. Dennoch mussten die verbleibenden Fixkosten jedes Jahr durch Sponsoren, Unterstützer und die beteiligten Vereine getragen werden.
Während das Weihnachtsdorf nach der Corona-Pandemie noch einen erfolgreichen Neustart erlebte, sorgten drei aufeinanderfolgende Jahre mit sehr schlechtem Wetter und zunehmender Konkurrenz durch andere Veranstaltungen für rückläufige Besucherzahlen. Mehrere Vereine haben inzwischen angekündigt, sich aus dem Weihnachtsdorf zurückzuziehen. Dadurch fehlt den Organisatoren die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit.

Der Festvorstand (von links): Christian Gaiser, Marc Mühlkens, Benjamin Braun, Manuel Kalmbach, Holger Fahrner, Paul Kaufmann, Vanessa Bieber, Rüdiger Rathfelder und Arndt Weber
Manuel Kalmbach„Wir haben in den vergangenen Jahren mit viel Herzblut unseren Einwohnern und Gästen ein besonderes vorweihnachtliches Erlebnis geboten. Doch Aufwand, Risiko und Ertrag stehen inzwischen in keinem vertretbaren Verhältnis mehr zueinander“, erklärt Manuel Kalmbach, Vorstand des Festausschusses.
Auch die Zukunft weiterer Veranstaltungen, die dieselbe Infrastruktur nutzen, ist derzeit noch offen. Der Festausschuss zeigt sich jedoch zuversichtlich, hierfür gemeinsam Lösungen zu finden, und befindet sich bereits in Gesprächen.
Die Entscheidung fällt den Verantwortlichen nicht leicht, heißt es weiter. Nach mehr als 15 Jahren Engagement, zunächst als Standbetreiber und später auch als Organisatoren, bedeute das Aus zunächst das Ende einer beliebten Tradition. Gleichzeitig bedanken sich die Organisatoren ausdrücklich bei allen Sponsoren, Helfern, Vereinen und Besuchern, die das Weihnachtsdorf über viele Jahre hinweg unterstützt haben. Ob und in welcher Form die Tradition künftig wiederbelebt wird, ist derzeit offen.