Schock in Baiersbronn
: Großer Arbeitgeber meldet Insolvenz an

Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb beschäftigt rund 220 Mitarbeiter.
Von
Niklas Ortmann
Baiersbronn
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Die Firma Frischfaser Karton in Baiersbronn hat Insolvenz angemeldet. (Archivfoto)

Die Firma Frischfaser Karton in Baiersbronn hat Insolvenz angemeldet. (Archivfoto)

Firma Frischfaser Karton GmbH
  • Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH stellt Insolvenzantrag beim Amtsgericht Rottweil.
  • Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Jan Markus Plathner – unterstützt von Brinkmann & Partner.
  • Betrieb mit rund 220 Beschäftigten produziert Faltschachtelkarton für Lebensmittel, Pharma, Kosmetik.
  • Ursachen laut Mitteilung: hohe Energiekosten, Überkapazitäten und schwieriges Marktumfeld.
  • Löhne sind über Insolvenzgeld für Juni, Juli und August 2026 gesichert, Geschäft läuft weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat beim Amtsgericht Rottweil einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hat den erfahrenen Sanierungsexperten Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Davon wird in einer Pressemitteilung berichtet. Plathner wird im Verfahren von einem Team von Brinkmann & Partner um die erfahrenen Restrukturierungsexperten Christoph Enkler und Sebastian Netzel unterstützt.

Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat sich auf die Herstellung von hochwertigem Frischfaserkarton spezialisiert. Das Unternehmen produziert mit rund 220 Mitarbeitern am Standort insbesondere sogenannten Faltschachtelkarton, der überwiegend für Verpackungslösungen in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie eingesetzt wird.

Zuletzt 80 Millionen Euro Umsatz

Die Gesellschaft betreibt am Standort Baiersbronn ein modernes Kartonwerk und zählt mit einem Umsatz von zuletzt rund 80 Millionen Euro zu den bedeutenden Herstellern von Frischfaserkarton in Europa.

Die Gesellschaft steht wie viele Produzenten der europäischen Kartonbranche vor dem Hintergrund anhaltend hoher Energiekosten, struktureller Überkapazitäten und eines schwierigen Marktumfelds unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Trotz operativer Maßnahmen zur Kostensenkung konnte die Liquiditätssituation nicht nachhaltig stabilisiert werden.

Löhne und Gehälter über Insolvenzgeld gesichert

Der vorläufige Insolvenzverwalter wird nun gemeinsam mit seinem Team kurzfristig Maßnahmen zur Stabilisierung einleiten und die wirtschaftliche Lage analysieren. Zur Sicherung der Löhne und Gehälter hat Plathner bereits eine Insolvenzgeldvorfinanzierung für die Monate Juni, Juli und August 2026 in die Wege geleitet. Ziel ist es, die Fortführung des Geschäftsbetriebs sicherzustellen und eine nachhaltige Sanierungslösung zu erarbeiten.

„Unser Fokus liegt zunächst auf der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Lieferfähigkeit. Parallel schaffen wir Transparenz über die wirtschaftliche Situation und prüfen Sanierungsoptionen. Ziel ist es, im Rahmen eines strukturierten Prozesses zeitnah eine Investorenlösung zu realisieren, welche auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter langfristig sichert“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner.

Geschäftsbetrieb läuft weiter

Der Geschäftsbetrieb läuft weiter. Erste Gespräche mit wesentlichen Kunden, Lieferanten und weiteren Stakeholdern wurden bereits aufgenommen, um die operative Stabilität des Unternehmens sicherzustellen.

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