Rofu Kinderland: So geht es mit der Filiale in Pfalzgrafenweiler weiter

77 Filialen von Rofu sollen fortgeführt werden, 27 stehen vor der Schließung. (Archivfoto)
Benjamin RothErst im Januar hatte der Spielwarenhändler Rofu Kinderland Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Jetzt verkündet das Unternehmen in einer Pressemitteilung, dass es eine Investorenvereinbarung abgeschlossen hat. „Zusammen mit einer Investorengruppe werden die Voraussetzungen geschaffen, um Rofu finanziell zukunftsfähig und wirtschaftlich aufzustellen“, heißt es darin. Der Kaufvertrag sei bereits unterzeichnet worden.
Die Investorenlösung werde im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Wenn die Gläubiger diesem mehrheitlich zustimmen, könne die Transaktion vollzogen und das Verfahren anschließend aufgehoben werden. Geplant sei, dass Rofu Kinderland ab August wieder eigenständig handeln könne, teilt das Unternehmen weiter mit.
Was bedeutet das für die Filialen? „Die Investorenvereinbarung sieht vor, dass 77 Filialen von Rofu Kinderland fortgeführt werden. Dort sind 1035 Mitarbeiter tätig, die vom Investor übernommen werden“, schreibt das Unternehmen.
Die gute Nachricht für Kunden im Kreis Freudenstadt: Die Filiale in Pfalzgrafenweiler gehört zu den 77, die geöffnet bleiben sollen. Das teilt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mit.
An 27 Standorten von Rofu soll es hingegen nicht weitergehen – darunter auch Albstadt. Rund 330 Mitarbeitern steht dadurch die Kündigung bevor.
Einst Pläne für Filiale in Horb
Noch vor nicht allzu langer Zeit sah es danach aus, dass sogar eine zweite Filiale im Kreis Freudenstadt eröffnet: Im Februar 2023 hatte der Gemeinderat dort den Weg für eine mögliche Ansiedlung der Spielwarenkette auf dem Hohenberg freigemacht. Ziel war es, mit dem Angebot Familien aus der Region nach Horb zu ziehen. Doch nur ein Tag später kam die Absage: Der Umbau des vorgesehenen Gebäudes – früher ATU, heute ein Teil der Autowelt Prusseit – sei zu teuer, hieß es in einem Schreiben an die Stadt. Der Standort kam nie zustande.