Richtfest in Alpirsbach: So steht es um das neue Feuerwehrhaus

Die Zimmermänner beim Hochziehen des Richtbaums auf das neue Feuerwehrhaus in Alpirsbach
Carolin SchöfflerEndlich ist die „Zeit des Hoffens und Wartens“ zu Ende, verkündete Bürgermeisterin Vanessa Schmid feierlich. Nach Jahren der Planung mit Höhen und Tiefen konnte am sonnigen Freitagnachmittag nun endlich das Richtfest des neuen Feuerwehrhauses in Alpirsbach gefeiert werden. Manch ein Feuerwehrkommandant wartete rund 20 Jahre auf diesen Moment.
Noch wirkt das Gebäude recht kahl – graue, nackte Wände, zur Straße hin offene Durchbrüche, unverputztes Mauerwerk, umrahmt von einem Metallgerüst. Im Inneren erstreckt sich eine große, leere Halle, in der Biertische und -bänke für die Feier aufgestellt sind. Dennoch sprach Schmid bereits von einem „Leuchtturmprojekt“ und einem „Zeichen für die Zukunft der Feuerwehr“.
Das Richtfest habe man dabei insbesondere den Zimmermännern zu verdanken. In drei Wochen habe die Firma Zinser aus Loßburg den vorproduzierten Holzbau montiert und zu einem beinahe fertigen Haus zusammengefügt. Geschäftsführer Claus Schwab hatte an diesem Tag die Ehre, den Richtspruch zu sprechen.
3 Millimetern Unterschied auf 30 Meter
Das neue Feuerwehrhaus sei ein „schönes Willkommensgeschenk der neuen Bürgermeisterin“, meint Schwab. Mit 3 Millimetern Unterschied auf 30 Meter hätten die Maurer hier „fast wie ein Zimmermann geschafft“, scherzte er in seinem Richtspruch.
Vor ein paar Tagen folgten nun die Wände und die Decke, auch da „passte jedes Stückchen Holz“. Es wurde „genau nach Maß, wie in den Plänen“ gearbeitet. Der Dank dafür gelte laut Schwab den beiden Architektinnen Irmela Haisch und Carmen Feuchter.

Das Richtfest im Inneren Des neuen Feuerwehrhauses
Foto: Carolin SchöfflerDas Gebäude sehe bereits „richtig gut aus“, lobte der erste Landesbeamte Reinhard Geiser den Neubau in seiner Ansprache. „Es freut mich als Urschwarzwälder, dass vieles aus heimischem Holz ist.“ Am meisten freuen dürften sich jedoch die Feuerwehrkameraden, die es sich laut Geiser auch „echt verdient“ haben. Das liege auch an der guten Führung durch Feuerwehrkommandant Markus Kohler.
„Ein Ort der Kameradschaft für alle Generationen“
Auch Schwab bemerkte in seinem Richtspruch: „Wichtiger als jedes Gebäude, sind jedoch die Bewohner, hier die Feuerwehrleute“, verkündete Schwab und zollte seinen Respekt für den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr, durch den „viele Leben schon verschont“ blieben.

Dieses Mauerwerk im neuen Feuerwehrhaus bleibe auch in Zukunft sichtbar
Foto: Carolin SchöfflerDas neue Feuerwehrhaus solle nun „ein Ort der Kameradschaft für alle Generationen“ sein, womit Schwab auf die Jugend- und Alterswehr anspielte, die in Zukunft ebenfalls in dem Gebäude untergebracht werden sollen. Auch stehe dort „nun sichtbar die Schlagkraft bei Gefahr und Brand“.
Neubau wäre ohne Zuschuss vom Land nicht möglich gewesen
Ermöglicht wurde das auch durch Stadtbaumeister Rudolf Müller. Schmid dankte ihm, für „sein Engagement und seine Weitsicht“. Auch Schwab lobte, dass Müller „neuen Schwung“ in die Sache gebracht habe.

Die Feuerwehrleute in der bisher noch zur Straße offenen Halle des neuen Feuerwehrhauses
Foto: Carolin SchöfflerGeisers Dank galt indessen auch dem Land Baden-Württemberg, vertreten durch Regierungsvizepräsident Peter Hahn. Ohne den Zuschuss des Landes „würde das Feuerwehrhaus heute hier nicht so stehen“, meint Geiser.
„Fundament für die Sicherheit der Bürger“
Laut Feuerwehrkommandant Markus Kohler sei das neue Feuerwehrhaus ein „Versprechen an die Einsatzkräfte“ und ein „Fundament für die Sicherheit der Bürger“. Laut Geiser sei es jedoch auch ein Zeichen, dass es auch in diesen schwierigen Zeiten vorwärts gehe. Er wolle den Fokus daher darauf richten. Wenn die Arbeiten so weiter gingen wie bisher freue er sich auf die Eröffnung im Frühjahr 2027 und seinen dann dritten Besuch.

Bürgermeisterin Vanessa Schmid beim Fassanstich mit Moritz Glauner, Geschäftsführer von Alpirsbacher Klosterbräu.
Foto: Carolin SchöfflerWie es Tradition ist in der Klosterstadt, hat Alpirsbacher Klosterbräu auch zu diesem freudigen Anlass etwas Bier spendiert. Wie schon beim Spatenstich im vergangenen September hatte auch diesmal Schmid die Ehre, das Fass anzustechen, natürlich unter Anleitung von Brauerei-Geschäftsführer Moritz Glauner. Bei einem Gläschen frisch Gezapftem und einer Wurst vom Grill ließ die Truppe den Abend gemütlich in feierlicher Atmosphäre ausklingen.