Projekt „Stark vor Ort“: Baiersbronn erprobt neue Konzepte zur Krisenvorsorge

Im Ernstfall unverzichtbar: Um die Arbeit von Feuerwehr und anderen Rettungskräften künftig noch besser mit der Zivilgesellschaft zu vernetzen, erprobt Baiersbronn im Projekt „Stark vor Ort“ neue Konzepte zur Krisenvorsorge.
Feuerwehr Baiersbronn- Baiersbronn ist Pilotkommune im Landesprojekt „Stark vor Ort“ zur Krisenvorsorge.
- Ziel ist ein stärkeres Netzwerk zwischen Rathaus, Rettungsdiensten und Bürgerschaft.
- Bürgermeister Ruf und Ordnungsamtsleiter Burkhardt betonen die Rolle der Nachbarschaft.
- Start einer etwa sechsmonatigen Phase: Veranstaltungen bündeln lokale Ressourcen.
- Erkenntnisse sollen ab Herbst 2027 in eine Toolbox für weitere Kommunen einfließen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Baiersbronn ist als eine von landesweit acht Pilotkommunen für das Projekt „Stark vor Ort“ ausgewählt worden. Ziel ist es, für Katastrophenfälle noch stärkere Netzwerke zwischen Rathaus, Rettungsdiensten und der Bürgerschaft zu knüpfen. Davon berichtet die Gemeinde in einer Pressemitteilung.
„Wenn es hart auf hart kommt, müssen wir uns in Baiersbronn aufeinander verlassen können. Unsere offizielle Blaulichtfamilie aus Freiwilliger Feuerwehr, DRK und THW leistet Enormes, aber eine starke Bürgerschaft und funktionierende Nachbarschaftsnetzwerke sind im Ernstfall eine unverzichtbare Stütze“, betont Bürgermeister Michael Ruf den Ansatz der Gemeinde.
Ordnungsamtsleiter Marko Burkhardt ergänzt mit Blick auf die lokalen Besonderheiten: „Unsere Flächengemeinde und historische Zäsuren wie der Orkan Lothar haben das Bewusstsein für akute Gefahren bei uns geschärft. In der nun startenden Pilotphase wollen wir unsere engagierte Bürgerschaft aktiv einbinden und konkrete Abläufe erarbeiten, damit im Krisenfall die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren reibungslos funktioniert.“
Hinter dem Projekt „Stark vor Ort – gut vorbereitet für den Ernstfall!“ stehen die Baden-Württemberg Stiftung, die Allianz für Beteiligung und das Staatsministerium Baden-Württemberg. Dass Baiersbronn gezielt für dieses Landesprojekt ausgewählt wurde, liegt laut Mitteilung an den spezifischen Voraussetzungen vor Ort: Die Gemeinde vereine die besonderen logistischen Herausforderungen einer großen Flächengemeinde mit einem tief verankerten Bewusstsein für Naturgefahren und einer gleichzeitig hohen Expertise in der aktiven Bürgerbeteiligung.
Sechsmonatige Pilotphase
Ziel des Projekts ist es, in einer rund sechsmonatigen Pilotphase die Zusammenarbeit zwischen der Kommune, den Hilfsdiensten und der Zivilgesellschaft strategisch auszubauen. In mehreren aufeinander aufbauenden Veranstaltungen werden Vertreter dieser Gruppen zusammengebracht, um lokale Ressourcen zu identifizieren und passgenaue Maßnahmen für Krisenlagen zu entwickeln. Begleitet und konzeptionell unterstützt wird der gesamte Prozess durch die Allianz für Beteiligung.
Neben der Schwarzwaldgemeinde erproben sieben weitere Kommunen – darunter Städte wie Mannheim und Rastatt – unter völlig unterschiedlichen Ausgangsbedingungen neue Formate zur Krisenvorsorge. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen ab Herbst 2027 in eine praktische Toolbox fließen, die anschließend zahlreichen weiteren Kommunen im ganzen Land zur Verfügung stehen wird.
