Ökomobil in Baiersbronn
: Rosa Sterne und weiße flauschige Federbällchen

Mit dem Ökomobil wurden auf Wiesen in Baiersbronn viele Besonderheiten entdeckt – zuvor gab es Gespräche rund um den Erhalt von artenreichem Grünland.
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red/pm
Baiersbronn
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Das Ökomobil des Naturschutzreferats am Regierungspräsidium auf der Schelklewiese in Baiersbronn.

Das Ökomobil des Naturschutzreferats am Regierungspräsidium auf der Schelklewiese in Baiersbronn.

Regierungspräsidium Karlsruhe
  • Ökomobil des RP Karlsruhe besucht die Schelklewiese in Baiersbronn und zeigt Artenvielfalt.
  • Kinder und Erwachsene bestimmen Pflanzen und Tiere – Flockenblumen und Mädesüß stechen hervor.
  • Ziel ist der Erhalt artenreicher Wiesen durch Naturerleben und passende Bewirtschaftung.
  • Fachleute beraten Eigentümer zu Mahd, Beweidung und Abräumen des Mahdguts.
  • Fokus auf FFH-Mähwiesen: Infos und Faltblatt über richtige Pflege beim Verband erhältlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf der Schelklewiese in Baiersbronn, Teil des ehemaligen Gartenschaugeländes, ging es an diesem Tag bunt und vielfältig zu: Die Naturschutzverwaltung am Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe war mit ihrem Ökomobil zu Besuch. Gemeinsam mit dem Landschaftserhaltungsverband Landkreis Freudenstadt waren Interessierte eingeladen, den Artenreichtum auf der Schelklewiese zu erkunden.

Einen ganzen Nachmittag lang haben Kinder und Erwachsene die unterschiedlichen Pflanzen und unzähligen Tiere der Mähwiesen durch Binokulare und Becherlupen betrachtet, die Arten bestimmt und über die Eigenarten gestaunt, wie das RP berichtet. Die „rosa Sterne“, die noch auf der herbstlichen Mähwiese blühten, entpuppten sich als Flockenblumen und die „weißen flauschigen Federbällchen“ sind die Blüten des anmutigen Mädesüß.

Das Ökomobil setzt darauf, dass Naturerleben ab früher Kindheit zukünftigen Arten- und Naturschutz unterstützt: Nur was man kennt, das schützt man. Die heimische Artenvielfalt ist Teil der natürlichen Lebensgrundlagen und kann direkt vor der Haustüre bestaunt und geschützt werden, so das RP. Das gilt besonders für die blumenbunten Wiesen und Weiden. Der Artenreichtum der Wiesen und Weiden ist enorm: über 50 verschiedene Pflanzenarten können hier wachsen und dazu hunderte Schmetterlinge, Spinnen, Wanzen und Kleinstlebewesen, die wiederum wichtige Nahrung für Vögel und Kleinsäuger sind.

Bereits am Vormittag war das Naturschutzreferat am RP Karlsruhe gemeinsam mit dem Landschaftserhaltungsverband Landkreis Freudenstadt und der Gemeinde Baiersbronn im Gespräch mit Eigentümern und Bewirtschaftern, um artenreiche Wiesen und Weiden zu erhalten und zu stärken und somit zur Erhaltung einer blühenden Landschaft um Baiersbronn beizutragen.

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Die Fachleute waren gemeinsam mit Flächeneigentümern unterwegs, um über die richtige Mahd und Beweidung zu sprechen. „Richtig“ heißt im Sinne des Artenreichtums, dass eine regelmäßige, standortangepasste Beweidung oder eine zweischürige Mahd erfolgt und das Mahdgut abgeräumt wird, so das RP. Es wurden gemeinsam vorhandene Möglichkeiten besprochen und zukunftsweisende neue Wege der Bewirtschaftung und Pflege der Wiesen und Weiden erörtert. So können die heimischen Wiesenkräuter und Gräser wachsen, blühen, fruchten und stabile Bestände bilden.

Ein besonderer Fokus lag auf den europäisch geschützten FFH-Mähwiesen. In Baden-Württemberg und Bayern liegen deutschland- und auch europaweit die meisten FFH-Mähwiesen. Private Nutzer können sich beim Landschaftserhaltungsverband oder der Naturschutzverwaltung über die geeignete Bewirtschaftung informieren. In einem Faltblatt werden die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Damit kann jeder Nutzer einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der heimischen Artenvielfalt leisten.