Nur scheinbar bekloppte Idee
: Verbot von Preissenkungen könnte den Sprit billiger machen

Beim neuen Tank-Gesetz gibt es deutliches Verbesserungspotenzial, meint unser Autor und liefert dabei einen Vorschlag, wie sich das umstrittene Konzept noch retten ließe.
Kommentar von
Timo Beyer
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die hohen Spritpreise halten nach wie vor die Autofahrer in Atem. (Symbolbild)

Fabian Sommer/dpa/Fabian Sommer

Ob das neue Tank-Gesetz wirklich zu niedrigeren Spritpreisen führt, ist hoch umstritten. Dabei ließe sich mit einer kleinen Änderung an dem Konzept deutlich mehr bewirken.

Ein Gedankenspiel: Man stelle sich vor, jede Tankstelle dürfte nur einmal am Tag, nämlich um 12 Uhr den Spritpreis ändern – also sowohl anheben als auch senken. Über den Rest des Tages wären nicht nur Preiserhöhungen, sondern auch Preissenkungen verboten.

Die Folge wäre, dass jeder Tankstellenbetreiber sich gut überlegen müsste, wie hoch er die Preise am jeweiligen Tag ansetzt. Denn pokert er zu hoch, ist die Konkurrenz einen Tag deutlich günstiger. Möglichkeiten zur Korrektur gäbe es dann nicht mehr.

Tankstellenkunden könnten profitieren

Die einzig rationale Vorgehensweise für die Tankstellenbetreiber wäre dann, den Preis so niedrig anzusetzen, wie es wirtschaftlich noch tragbar ist. Entsprechend profitieren würden die Kunden.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.