Mutige Klänge im Alpirsbacher Kreuzgang
: „Arcis Saxophonquartett“ zwischen Klassik und Experiment

Bei ihrem Konzert in Alpirsbach mischten die Musiker des „Arcis Saxophonquartetts“ Musik verschiedener Interpreten, die im ersten Moment nicht zusammenpasst.
Von
red/pm
Alpirsbach
Jetzt in der App anhören
Arcis Saxophonquartett im Kreuzgang des Klosters Alpirsbach

Das „Arcis Saxophonquartett“ im Kreuzgang des Klosters Alpirsbach.

Matthias Zizelmann
  • Im Kreuzgang des Klosters Alpirsbach spielte das „Arcis Saxophonquartett“ ein Abschlusskonzert.
  • Das Projekt: Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ wurde für Saxophone adaptiert und erweitert.
  • Moderne Komponisten wurden den Bach-Fugen gegenübergestellt – ein kontrastreiches Programm.
  • In Teil zwei mischten sie Schostakowitsch mit Chopin, Paul Bießmann, Brad Mehldau und Radiohead.
  • Experimentelle Techniken und virtuose Zugaben sorgten laut Verein für ein besonderes Erlebnis.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beim letzten Kreuzgangkonzert dieses Jahres wurde im Alpirsbacher Kloster durch den Verein Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte ein etwas anderes Konzert geboten. Das schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. Die Musiker des „Arcis Saxophonquartetts“ boten den Zuhörern mit ihrer Musik und den Erläuterungen einen Einblick in die Welt der Saxophonmusik.

Zunächst erklärten die jungen Musiker ihr Projekt, Bachs Klavierkonzertreihe „das wohltemperierte Klavier“ auf das Saxophon anzupassen und durch moderne Komponisten zu erweitern. Ausgewählte Stücke wurden hier von diversen Komponisten aus aller Welt neu aufgelegt und den entsprechenden Fugen Bachs gegenübergestellt.

Moderne und klassische Stücke

Es entstand durch das Geschick der vier Musiker am Saxophon ein spannendes Hin und Her zwischen den Stücken der modernen Komponisten und den klassischen Stücken Bachs. In jeder Darbietung war die Leidenschaft der Musiker zu spüren, heißt es in der Mitteilung - ob sie ihre Instrumente auf experimentelle Weise mit Wasser im Mund bespielten oder sich an die klassischen Noten und Spielweisen hielten, den Zuhörern wurde laut Verein ein einzigartiges Erlebnis geboten.

In der zweiten Konzerthälfte wagten sich die Musiker an eine experimentellere Art des Musizierens heran. Nach einer Darbietung von „Préludes and Fuges“ des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch, dessen Komposition ursprünglich auch von Bach inspiriert für das Klavier entwickelt wurde, mischten die Musiker beinahe wie im freien Stil verschiedene Interpreten, die im ersten Moment nicht zusammenzupassen schienen.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Außergewöhnlichkeit des Instruments

Doch genau hier, in der Auswahl und Interpretation von Musik jeglicher Art, liege eine der Stärken dieser Gruppe. Den Musikern gelang es, Chopin, Paul Bießmann, Brad Mehldau und Radioheads „Exit music for a film“ zu einem einzigartigen Hörerlebnis zu interpretieren, bei dem sie sich wieder der Außergewöhnlichkeit ihres Instrumentes bedienten. Die Musiker schafften es laut Mitteilung, von hohen Tönen bis zu einem tiefen Echo alles aus dem Saxophon rauszuholen.

Auch in ihren Zugaben demonstrierten die Musiker die Beherrschung ihrer Instrumente, sie spielten ausgelassen und bewiesen dem begeisterten Publikum, dass es sich lohnt, Risiken einzugehen, auch wenn die experimentelle Art der Gruppe nicht jedem gefällt.