Museumsfest in Dietersweiler: Fast 100 Gäste reisen mit dem Traktor an – neuer Rekord

Museum auf Rädern: Traktoren unterschiedlicher Fabrikate und Epochen prägten am Samstag das Bild in Dietersweiler.
GüntherDie aus nah und fern nach Dietersweiler angereisten Traktorliebhaber sorgten mit ihren alten und neueren Schätzchen für eine ganz besondere Museumsatmosphäre.
Musikalische Wohlklänge der Dietersweiler Dorfmusik und des Musikvereins Dettingen, hin und wieder untermalt vom Tuckern der alten Dieselmotoren der Traktoren, sowie verführerische kulinarische Düfte aus dem vom Museumsverein betriebenen Backhäusle kamen hinzu. Kurzum: Im Dorfmuseum gab es wieder einmal beste Unterhaltung und rundum zufriedene Gesichter.
Was das Schleppertreffen anbelangt, verkündete Museumsleiter Klaus Dölker strahlend: „Heute sind 94 Traktorfahrer gekommen, so viele wie noch nie. Vom Bodensee über Hornberg bis nach Weisenbach.“ Angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Fahrzeuge unterwegs sind, sicherlich eine lange Fahrt.
Erst durchs Dorf, dann zum Geschicklichkeitsrennen
Wobei die Fahrt in Dietersweiler noch eine Weile weiterging. Galt es doch nach einer ausgiebigen Dorfrundfahrt noch zusätzlich einen anspruchsvollen Schlepper-Geschicklichkeitsparcours zu durchfahren.

Im Schlafwagen durch Dietersweiler
Foto: GüntherGekommen waren die Traktorliebhaber – darunter auffallend viele Jüngere – häufig mit Beifahrern und mit Traktormarken, die längst nicht mehr hergestellt werden. Dabei war vom ältesten Traktor, einem Fahr Baujahr 1942, über Einachsschlepper, Geräteträger und Unimogs bis zu modernen großen Arbeitsschleppern alles vertreten.
Angesichts der durch den Ort tuckernden Schlüter-, Porsche-, Bautz-, Kramer-, Deutz-, Fendt-, Allgäier-, Kaelble-, Holder- oder Güldner-Traktoren kamen viele Zuschauer geradezu ins Schwärmen.

„Hab mein Wage vollgelade.“
Foto: GüntherAuf dem von den „Vätern“ des traditionellen Dietersweiler Schleppertreffens Fritz Teufel und Fritz Wolf ausgeschilderten Parcours konnten die Traktorfreunde anschließend ihre Fahrkünste messen – um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, zusätzlich mit einem an der Schlepperfront angebrachten Einachsanhänger. Rouven Trick, Lenhardt Lieb und Jochen Rochau (Plätze eins bis drei) meisterten den Parcours am schnellsten und erhielten Getränke und Buchpreise. Auf reges Interesse stießen auch die stündlich angebotenen Führungen durch das Dorfmuseum sowie die Vorführungen von Töpfermeisterin Elisabeth Hilbert auf der alten mechanischen Töpferscheibe.

Die stündlich angebotenen Führungen durch das Dorfmuseum stießen ebenfalls auf reges Interesse.
Foto: GüntherÜberaus zufrieden mit dem Museumsfest zeigte sich Vereinsvorsitzende Verena Braun, vor allem auch angesichts der großen Zahl ehrenamtlicher Helfer, die den Verein tatkräftig unterstützen: „Unsere Mitglieder sind unser größtes Gut; wir haben 140 Mitglieder und derzeit 89 ehrenamtliche Helfer.“ Braun verwies dabei auf Arbeitseinsätze bei Pflege- und Unterhaltungsarbeiten im und um das Museum, auf Führungen, Bewirtungen und die Arbeit des Backhäusle-Teams.
OB Sonder: ein Highlight im Jahreskalender
Begeistert vom Museumsfest und vom ehrenamtlichen Engagement im Museumsverein Dietersweiler zeigte sich auch Oberbürgermeister Adrian Sonder. Das Museumsfest sei, so das Stadtoberhaupt, ein Highlight im Jahreskalender der Stadt Freudenstadt. „Es ist bewundernswert, wie der Verein die Geschichte unserer Region bewahrt und den vielen Besuchern zugänglich macht“, lobte Sonder.

Ortsvorsteher Marius Dölker (links), OB Adrian Sonder und Verena Braun besuchten Töpferin Elisabeth Hilbert (Zweite von links).
Foto: GüntherDie große Besucherzahl und der harmonische, fröhliche Ablauf des Museumsfests bestätigten dies.