Mummelsee auf der Hornisgrinde
: So sollten Sie sich bei gefährlichen Gewittern verhalten

Durch die exponierte Lage ist das Gebiet der Hornisgrinde in Seebach gewitteranfällig. Für Besucher droht unter bestimmten Umständen Lebensgefahr. Wie sollten sich Wanderer bei Gewittern verhalten?
Von
Natascha Hengstler
Oberndorf
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Unwetter können für Wanderer gefährlich werde.

Horst Dreisbach/Pixabay

Zuletzt suchten viele Gewitter den Schwarzwald und ganz Baden-Württemberg heim. Betroffen davon war auch das beliebte Touristenziel – die Hornisgrinde. Der höchste Berg des Nordschwarzwaldes lockt jährlich viele Besucher an. Eine von ihnen machte kürzlich eindrucksvolle Aufnahmen eines Blitzeinschlages im Wald. Die Aufnahmen zeigen, welche Gefahr ein Unwetter mit sich bringt.

„Der Blitz sucht sich den Weg des geringsten Widerstands zur Erde. Das ist entgegen der allgemein verbreiteten Meinung nicht notwendigerweise der höchstgelegene Punkt“, erklärt Luisa Maria Gigler. Sie ist Pressesprecherin vom Nationalpark Schwarzwald, zu dem ein Teil der Hornisgrinde gehört. Gigler rät Wanderern, offene Flächen bei Gewittern zu meiden. „Man sollte sich fernhalten von metallischen Strukturen“, so Gigler. Am sichersten sei das Aufsuchen eines (blitzableitergeschützten) Gebäudes oder eines Autos.

Und was, wenn nichts davon in der Nähe ist? Die Sprecherin weist auch auf die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hin. Dort heißt es neben vielen anderen Tipps: „Wenn kein schützendes Gebäude in Sicht ist, gehen Sie mit eng zusammenstehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.“ Bei Hagel empfiehlt das BBK, sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen und den Kopf und Nacken mit den Händen zu schützen.

Bisher keine kritischen Vorfälle

Philip Urban, Leiter vom Bergrettungsdienst der Bergwacht Karlsruhe, warnt indes vor den Gefahren durch umherfliegendes Totholz. Auf der Hornisgrinde seien die Windgeschwindigkeiten kurz vor Gewittern hoch. Außerdem könnten Wanderer auf dem Berg von Temperaturstürzen überrascht werden.

Für Wanderer gilt also: sich auf Wetterwechsel vorbereiten und die Wettervorhersagen ernst nehmen. Das scheinen die meisten Besucher der Hornisgrinde wohl einzuhalten. Weder dem Leiter des Bergrettungsdienstes noch der Pressesprecherin sind kritische Vorfälle bekannt. Pressesprecherin Gigler hierzu: „Grundsätzlich kann es vorkommen, dass Wandernde von ’schlechtem Wetter’ und Gewitter überrascht werden. Bisher sind uns aber keine kritischen Fälle bekannt.“

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