Mehr Betriebe im Kammerbezirk
: Handwerk wächst weiter – auch im Kreis Freudenstadt

Die Zahl der Mitgliedsbetriebe ist im Bezirk der Handwerkskammer Reutlingen, zu dem der Kreis Freudenstadt gehört, im ersten Halbjahr weiter gestiegen.
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red/pm
Kreis Freudenstadt
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Gewerbeanmeldungen in Sachsen-Anhalt steigen weiter leicht: ARCHIV - 01.11.2023, Berlin: Ein Mechaniker montiert einen Autoreifen an einem Auto in einer Kfz-Werkstatt. (zu dpa: «Trend setzt sich fort: Mehr Gewerbe werden angemeldet») Foto: Hannes P Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Zahl der Kfz-Betriebe im Kammerbezirk stieg im ersten Halbjahr erneut – von 816 auf 824 Betriebe.

Hannes P Albert/dpa
  • Im Kammerbezirk Reutlingen stieg die Zahl der Mitgliedsbetriebe im ersten Halbjahr auf 14.073.
  • 793 Zugänge und 710 Abgänge zeigen Wachstum, aber auch eine hohe Fluktuation.
  • Zulassungsfreie Gewerke legten zu, stark bei Gebäudereinigung und Fotografie.
  • Handwerksähnliche Gewerke wuchsen, besonders die Bodenleger.
  • Meisterpflichtige Gewerke gingen zurück – Ausnahmen sind Elektronik, Friseur und Kfz.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Zum 30. Juni waren 14.073 Betriebe in der Handwerksrolle und im Verzeichnis der zulassungsfreien sowie handwerksähnlichen Gewerbe eingetragen, teilt die Handwerkskammer Reutlingen mit. Zum Jahresbeginn waren es 13.990 Betriebe. Damit ergibt sich ein Plus von 83.

Das Handwerk im Kammerbezirk zeigt sich weiterhin gründungsstark und beweglich“, sagt Richard Schweizer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter Recht und Handwerksrolle der Handwerkskammer. „793 Zugänge in nur sechs Monaten sind ein deutliches Signal. Gleichzeitig dürfen wir nicht übersehen, dass dem 710 Abgänge gegenüberstehen. Die Statistik zeigt also Wachstum, aber auch eine hohe Fluktuation in einzelnen Gewerken.“

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den zulassungsfreien Gewerken. Hier stieg die Zahl der Betriebe von 3377 auf 3506. Den 285 Abgängen standen 414 Zugänge gegenüber. „Gerade in diesem Bereich sehen wir eine starke Gründungsdynamik“, so Schweizer. Besonders deutlich wird dies bei den Gebäudereinigern: 219 Zugänge ließen den Bestand trotz 128 Abgängen von 983 auf 1074 Betriebe steigen. Auch die Fotografen legten zu. Mit 67 Zugängen und 45 Abgängen erhöhte sich ihre Zahl von 663 auf 685 Betriebe.

Auch bei den handwerksähnlichen Gewerken fällt die Halbjahresbilanz positiv aus. Die Zahl der Betriebe stieg von 1623 auf 1648. Besonders die Bodenleger entwickelten sich positiv: Ihre Zahl wuchs von 265 auf 282 Betriebe. Nicht überall zeigt sich jedoch ein Aufwärtstrend. Beim Einbau von genormten Baufertigteilen sank die Zahl leicht von 768 auf 767 Betriebe.

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Rückgang bei zulassungspflichtigen Gewerken

Rückläufig entwickelte sich dagegen die Zahl der zulassungspflichtigen, also meisterpflichtigen Gewerke. Sie ging im ersten Halbjahr von 8990 auf 8919 Betriebe zurück. „Der Rückgang bei den zulassungspflichtigen Gewerken ist ein Punkt, den wir sehr genau beobachten“, sagt Schweizer. „Dort geht es häufig um besonders qualifikationsintensive Betriebe, um Betriebsnachfolgen und um Fachkräftefragen. Dass der Bestand insgesamt leicht sinkt, ist deshalb kein Nebenaspekt.“ Trotz des Rückgangs gab es auch in den meisterpflichtigen Gewerken positive Entwicklungen. Bei den Elektronikern stieg die Zahl der Betriebe von 881 auf 894. Auch die Friseure legten leicht zu: von 1010 auf 1016 Betriebe. Bei den Kraftfahrzeugmechatronikern wuchs die Zahl von 816 auf 824 Betriebe.

„Die Halbjahreszahlen sind insgesamt erfreulich, weil das Handwerk im Kammerbezirk weiter wächst“, fasst Schweizer zusammen. „Sie zeigen aber auch, dass Wachstum nicht in allen Bereichen gleichmäßig stattfindet. Während zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerke zulegen, geraten die zulassungspflichtigen Gewerke leicht unter Druck. Für uns bleibt deshalb entscheidend, Betriebe bei Gründung, Qualifikation, Nachfolge und rechtlichen Fragen verlässlich zu begleiten.“