Klinikum Freudenstadt: Bemühungen um Fachkräfte zeigen Wirkung

Über das erfolgreiche Examen freuen sich (von links): René Hennig, Gerald Hellstern, Salome Stilp, Jasmin Brühler, Elena Rothfuss, Jutta Seeger, Florian Bea und Wolfgang Zubke.
Klinikum Freudenstadt- Zwei Medizinstudentinnen bestanden in Freudenstadt das mündliche Staatsexamen.
- Beide bleiben am Klinikum: Elena Rothfuss startet in der Anästhesie, Salome Stilp in der Gynäkologie.
- Das Examen gilt als zweitägiger Praxistest mit Fallaufgaben, gefolgt von einer Theorieprüfung.
- Klinikleitung sieht Erfolge im Recruiting und betont die bedeutende Prüfungsatmosphäre.
- Die Prüfungskommission lobte die Leistungen; externe Prüfung erfolgte durch Wolfgang Zubke.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als Stipendiatinnen des Landkreises hatten beide hier schon ihr praktisches Jahr absolviert: Zwei Medizinstudentinnen haben in Freudenstadt erfolgreich ihr mündliches Examen bestanden. Die gute Nachricht, wie das Klinikum Landkreis Freudenstadt mitteilt: Die frischgebackenen Ärztinnen werden ihre Karriere am Klinikum fortsetzen.
Das mündliche Staatsexamen ist die letzte Hürde, die für den Start in die Karriere als Arzt genommen werden muss. Und sie ist ein zweitägiger Härtetest. „Es ist ein Praxisexamen, in dem gezielt Fallaufgaben gestellt werden, die nicht eindeutig, komplex und schwierig sind“, erklärt der ärztliche Direktor des Klinikums Landkreis Freudenstadt, Florian Bea, der auch den Prüfungsvorsitz hatte.
Auf die diagnostische Aufgabe folgt im zweiten Teil des Examens eine Theorieprüfung. „Die Prüfungskandidatinnen müssen im Examen ihr gesamtes medizinisches Wissen abrufen und in neuen Kombinationen anwenden“, beschreibt Bea. Denn wer besteht, ist ab sofort Arzt und trägt Verantwortung für das Leben von Menschen.
Recruiting-Einsatz zahlt sich aus
Elena Rothfuss und Salome Stilp sind die erfolgreichen Absolventinnen des diesjährigen Examens. Rothfuss hatte zuvor zwei Tertiale ihres praktischen Jahres (PJ) am Klinikum Landkreis Freudenstadt absolviert, Stilp hatte ihr komplettes praktisches Jahr in Freudenstadt verbracht.
Dass die beiden das Klinikum als Wirkungsort gewählt haben, freut nicht nur den ärztlichen Direktor Bea, sondern auch Geschäftsführerin Monique Bliesener. Denn wie überall im ländlichen Raum, ist Fachkräftegewinnung eine der großen Herausforderungen am Klinikum. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass die beiden Ärztinnen ihre Karriere bei uns beginnen und wünschen ihnen alles Gute“, sagt Bliesener. „Für uns ist es auch eine Bestätigung, dass sich unser Einsatz im Bereich Recruiting auszahlt.“
Elena Rothfuss stammt aus dem Landkreis und wird künftig als Anästhesistin am Klinikum arbeiten. Salome Stilp hat den Landkreis gemeinsam mit ihrer Familie als neuen Lebensort gewählt und wird ihre Karriere in der Gynäkologie fortsetzen.
Lob für Prüfungsatmosphäre
Beide Ärztinnen wussten die Prüfungskommission zu beeindrucken. „Die Kandidatinnen haben sehr gute Leistungen gezeigt“, lobt Bea. In der Prüfungskommission saßen neben dem ärztlichen Direktor außerdem Gerald Hellstern, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, sowie René Hennig, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Klinikum Landkreis Freudenstadt. Als obligatorischer externer Prüfer ergänzte Wolfgang Zubke, Oberarzt an der Uniklinik Tübingen, die Prüfungskommission.
Dankesworte gab es von den Absolventinnen für die PJ-Beauftragte Jasmin Brühler und ihre Kollegin in der Verwaltung, Jutta Seeger. Die beiden kümmern sich seit Jahren mit großem Engagement um die PJ-Absolventen am Klinikum Landkreis Freudenstadt und setzen laut der Mitteilung alles daran, damit es diesen hier gefällt.
Gastprüfer Wolfgang Zubke lobte im Anschluss an das Examen die angenehme und freundliche Prüfungsatmosphäre in Freudenstadt. Diese ist nicht nur der PJ-Beauftragten Jasmin Brühler, sondern auch dem Prüfungsvorsitzenden Bea stets sehr wichtig. „Das Examen ist immens anspruchsvoll und belastend. Hier entscheidet sich, ob der Berufswunsch Arzt in Erfüllung geht, oder nicht“, weiß Bea. „Uns ist es deshalb wichtig, den Kandidaten ein gutes Umfeld zu geben, in dem sie sich auf ihre Aufgabe und ihr Können konzentrieren können.“
