Kein Tag gleicht dem anderen: Angehender Fleischer aus Freudenstadt ist „Lehrling des Monats“

Vom Schlachten bis zum Partyservice: Den Beruf des Fleischers findet der 19-jährige Azubi Moritz Asprion abwechslungsreich und spannend.
Metzgerei KohlerDie Handwerkskammer Reutlingen hat Moritz Asprion aus Freudenstadt als „Lehrling des Monats“ Februar ausgezeichnet. Der 19-jährige angehende Fleischer wird im dritten Lehrjahr bei der Metzgerei Kohler in Wittlensweiler ausgebildet. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.
Schon als Kind habe für Moritz Asprion festgestanden, wohin sein beruflicher Weg führen soll – ins Fleischerhandwerk. „Seit ich laufen kann, bin ich bei den Hausschlachtungen auf unserem elterlichen Hof dabei“, wird er zitiert. Auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit eigenem Hofladen habe er früh mitgeholfen, vor allem bei der Herstellung der Hausmacher Wurst, die dort seit Generationen verkauft wird. Aus dieser Mischung aus Tradition, Verantwortung für Lebensmittel und Freude an Handarbeit habe sich ein klarer Berufswunsch entwickelt: Fleischer – ohne Wenn und Aber.
Vielseitigkeit des Berufs
Alle Schulpraktika habe er in der Metzgerei Kohler absolviert. Die Arbeit mit hochwertigen Produkten, das handwerkliche Geschick, das gefragt ist, und der ausgeprägte Teamgeist im Betrieb haben seinen Wunsch nach einer Ausbildung im Fleischerhandwerk zusätzlich bestärkt, heißt es.
Heute überzeuge er nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Schule: In der Berufsschule liegen seine Noten im Bereich zwischen Eins und Zwei. Was ihn an seinem Beruf besonders fasziniere: die Vielseitigkeit. „Vom Schlachten bis zum Partyservice ist alles dabei – das macht den Beruf so abwechslungsreich und spannend“, sagt Asprion. Kein Tag gleiche dem anderen: mal steht die Schlachtung an, mal das Ausbeinen, mal die Wurstherstellung.
Seine Wurstspezialitäten
Im Betrieb werde er inzwischen in vielen Bereichen eingesetzt. Er übernehme Schlachtarbeiten, zerlege und entbeine Fleisch und sei maßgeblich an der Wurstproduktion beteiligt. Besonders stolz ist Asprion laut Mitteilung auf seine Spezialitäten: Bierschinken, Lyoner und geräucherte Schinkenwurst.
„Um die Maultaschenherstellung mache ich gern einen Bogen“, gesteht er schmunzelnd. Die schwäbische Spezialität gehöre zwar zu den Rennern in der Theke, doch weil sie in großer Stückzahl produziert wird, sei ihm dieser Arbeitsschritt schlicht zu monoton.
Vorbild für andere Auszubildende
Ausbilder Martin Kohler findet für seinen Schützling nur lobende Worte: „Er ist fleißig, hat eine sehr gute Auffassungsgabe und ist im Team bestens integriert“, sagt der Metzgermeister. Asprion sei ein „echter Schaffer“ und ein „super Kollege“, auf den man sich verlassen könne. Sein Engagement und seine positive Einstellung machten ihn zu einem Vorbild für andere Auszubildende.
Auch für die Zeit nach der Ausbildung hat der junge Mann bereits klare Vorstellungen. Nach einigen Gesellenjahren möchte er die Meisterprüfung ablegen und sein fachliches Können weiter vertiefen.
Arbeit auf dem elterlichen Hof
Wenn andere ihren Arbeitstag bereits beendet haben, packt Asprion auf dem elterlichen Hof oft noch einmal mit an. Dort unterstützt er seine Familie, indem er die Kühe und Schweine versorgt, bei der Herstellung der Produkte für den Hofladen hilft und organisatorische Aufgaben übernimmt.
Neben seiner Ausbildung engagiere er sich zudem in bemerkenswertem Umfang ehrenamtlich. In der Feuerwehr Rexingen ist er aktives Mitglied, im Musikverein Rexingen bringt er sich als Tubaspieler ein. Zudem beteiligt er sich in der Weidegemeinschaft Rexingen an der Pflege und dem Erhalt der umliegenden Naturflächen. Moritz Asprion ist fest in seiner Heimat verankert.