Ideen für Schopfloch: Bürger vermissen Apotheke und Treffpunkte

Auftaktveranstaltung für das Gemeindeentwicklungskonzept in Schopfloch: Stärken und Schwächen wurden auf einem großen Bodenluftbild mit grünen und roten Würfeln lokalisiert.
STEG Stadtentwicklung GmbH- Schopfloch erarbeitet ein Gemeindeentwicklungskonzept mit breiter Bürgerbeteiligung.
- Beim Auftakt diskutierten rund 42 Teilnehmende Stärken, Schwächen und Wünsche.
- Wünsche: bezahlbarer Wohnraum, Treffpunkte, eine Apotheke sowie bessere Ortsteil-Anbindungen.
- Mobilität: gute Verbindung nach Stuttgart, Bedarf an Mitfahrangeboten, Tankstelle und E-Ladepunkten.
- Verkehrsprobleme wurden benannt – etwa Albstraße und Kreuzung Haupt-, Dornstetter und Horber Straße.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Gemeinde Schopfloch denkt laut einer Mitteilung aus dem Rathaus schon heute an die künftige Gemeindeentwicklung. Da die Bürger ihren Ort und dessen Stärken und Schwächen am besten kennen und beurteilen könnten, beginne der Prozess der Gemeindeentwicklung genau bei ihnen.
Mit einer Auftaktveranstaltung im Rahmen der öffentlichen Bürgerbeteiligung wollte das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro, die STEG Stadtentwicklung GmbH, die Einwohner Schopflochs zu Wort kommen lassen und herausfinden, welcher Entwicklungsbedarf und welche Zukunftsvisionen in der Gemeinde von Bedeutung sind.
Rund 42 Schopflocher aus allen Generationen kamen in der Veranstaltungshalle zusammen, um in den Diskurs zu gehen und sich maßgeblich an der Gemeindeentwicklung zu beteiligen. Bürgermeister Thomas Staubitzer begrüßte die Bürger und leitete in die Veranstaltung ein: „Stillstand ist Rückschritt, und das kann nicht sein“, betonte er. Die Grundvoraussetzung für eine Weiterentwicklung der Gemeinde sei jedoch, dass sich möglichst viele aktiv beteiligen. Deswegen laute das Motto an diesem Abend: „schimpfen, spinnen, schaffen“.
Stadtplanerin Elaheh Agharabie und Stadtplaner Tilman Sperle von der STEG Stadtentwicklung erklärten die wesentlichen Prinzipien eines Gemeindeentwicklungskonzepts und den weiteren Verlauf der Veranstaltung.
Einwohnerzahl wird laut Prognosen steigen
Das Durchschnittsalter der Schopflocher liege bei 44,3 Jahren, so die Experten. Seit 2011 sei die Bevölkerungszahl um 0,42 Prozent gesunken, solle jedoch Vorausberechnungen zufolge bis zum Jahr 2045 wieder um 4,71 Prozent steigen, vor allem durch Zuwanderung. Daraus wiederum ergebe sich ein bestimmter Brutto-Grundflächenbedarf.
Aus diesen und weiteren Daten ließen sich Handlungsfelder ableiten, die in den nächsten Jahrzehnten in der Gemeinde an Bedeutung gewinnen. Vier große Themenblöcke wurden bereits vom Planungsbüro erarbeitet. „Wohnen und Siedlungsentwicklung“, „Alltag und soziale Infrastruktur“, „Wirtschaft, Mobilität und Versorgung“ sowie „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ in Schopfloch, Oberiflingen und Unteriflingen beschäftigten an diesem Abend alle Beteiligten. Mit Zetteln wurden Stärken und Schwächen der jeweiligen Themenfelder festgehalten und auf einem großen Bodenluftbild mit grünen und roten Würfeln genau lokalisiert.
Tankstelle und ausreichend Ladeinfrastruktur
Im Ergebnis wünschen sich die Beteiligten bezahlbaren Wohnraum in ihrer Gemeinde, besonders im Hinblick auf das Älterwerden.
Beim Thema Mobilität und dem öffentlichen Personennahverkehr sind die Schopflocher besonders zufrieden mit der Verbindung nach Stuttgart, wünschen sich jedoch bessere ortsteilübergreifende Anbindungen sowie Vernetzungen außerhalb der ÖPNV-Zeiten, beispielsweise durch Mitfahrgelegenheiten. Eine Tankstelle und ausreichende Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität werden ebenfalls befürwortet. Zudem benannten die Teilnehmer gefährliche Verkehrswege, etwa die Albstraße mit dem Schwerlastverkehr und den Kreuzungsbereich Hauptstraße, Dornstetter Straße und Horber Straße.
In der Gemeinde vermisst werden eine Apotheke sowie Treffpunkte und Begegnungsstätten für Jung und Alt. Zum letzten Punkt kamen viele Ideen zusammen. Unter anderem finden die Konzepte eines Repaircafés, einer Tauschbörse und des Food-Sharings Zuspruch.
Einwohner können sich auch online beteiligen
Alle interessierten Bürger aus Schopfloch, Oberiflingen und Unteriflingen, die sich an der Entwicklung ihrer Gemeinde beteiligen möchten und nicht bei der Auftaktveranstaltung dabei waren, können demnächst an der Online-Beteiligung teilnehmen.
Zusammen mit den Ergebnissen der Auftaktveranstaltung wird die Online-Beteiligung von der STEG Stadtentwicklung ausgewertet und dem Gemeinderat in der Gemeinderatsklausur am 4. Dezember zur Abstimmung vorgelegt.
