Handwerk im Kreis Freudenstadt: 256 junge Menschen starten eine Ausbildung – 16 mehr als im Vorjahr

Auch in diesem Jahr gehört der Beruf des Elektronikers zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im regionalen Handwerk.
David SpäthIm Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der eingetragenen Lehrverträge zum Ausbildungsbeginn am 1. September um 1,6 Prozent gestiegen, teilt die Handwerkskammer mit.
„Im vergangenen Jahr konnten wir mit den Lehrverträgen um stolze 4,2 Prozent zulegen. In diesem Jahr gehen wir zwar mit einem leichten Plus von 26 Ausbildungsplätzen ins neue Ausbildungsjahr, aber es ist erneut ein Plus“, freut sich Christiane Nowottny, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Reutlingen. „Nach wie vor bleibt eine Ausbildung im Handwerk in der Region attraktiv, sie bietet sehr gute Perspektiven für junge Berufseinsteigerinnen und -einsteiger.“
Im Gebiet der Handwerkskammer Reutlingen wurden zum Start des beginnenden Ausbildungsjahrs 1754 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Jahr 2024 waren es 1727 Neuverträge.
256 Ausbildungsverträge im Kreis Freudenstadt
Im Landkreis Reutlingen gibt es 550 neue Ausbildungsverhältnisse (Vorjahr 567), im Landkreis Freudenstadt 256 (Vorjahr 240), der Landkreis Sigmaringen verzeichnet 271 Ausbildungsverhältnisse (Vorjahr 238), der Landkreis Tübingen 359 (Vorjahr 347) und der Zollernalbkreis 318 neue Ausbildungsverträge (Vorjahr 335).
Die Landkreise Freudenstadt, Sigmaringen und Tübingen konnten somit in diesem Jahr mit einem Zuwachs an Ausbildungsverträgen aufwarten, während der Landkreis Reutlingen und der Zollernalbkreis einen leichten Rückgang an Lehrlingen verzeichnen.
„In den vergangenen Monaten wurde wieder intensiv an der Nachwuchswerbung im Kammergebiet gearbeitet“, so Nowottny. „Informationsveranstaltungen, Schulkooperationen, Lehrstellenrallyes, Beratungsgespräche und Kampagnen – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Ausbildungsabteilung wurden und werden nicht müde, die Attraktivität der dualen Ausbildung im Handwerk hervorzuheben. Und wie es aussieht, sehr erfolgreich.“ Der Großteil der in diesem Jahr ins Handwerk strebenden Jugendlichen verfügt über die Mittlere Reife (715), gefolgt von Hauptschülern (574), Abiturienten (220) sowie jungen Menschen mit Fachhochschulreife (113).
Jugendliche ohne Abschluss bekommen eine Chance
Ohne Schulabschluss beginnen in diesem Jahr 132 Jugendliche eine Lehre. Im vergangenen Jahr waren es nur 68 Jugendliche. „Das zeigt, dass Betriebe auch diesen jungen Menschen verstärkt die Chance auf eine Ausbildung im Handwerk geben. Sie wirken dem Fachkräftemangel entgegen und geben praktischen Fähigkeiten, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit den Vorrang gegenüber einem Schulabschluss. So fördern sie Chancengleichheit und berufliche Perspektiven“, sagt Nowottny.
428 der 1754 neuen Lehrverträge wurden von Jugendlichen ohne deutsche Staatsangehörigkeit abgeschlossen. Damit hat sich die Zahl des Vorjahrs weit mehr als verdoppelt. Die meisten jungen Menschen ohne deutschen Pass stammen aus der Türkei, Vietnam, der Ukraine und Syrien.
Noch über 200 offene Stellen
Die meisten Lehrverträge wurden, wie in den Jahren zuvor, im Bereich Kraftfahrzeugmechatronik, Elektronik und Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik abgeschlossen.
Kurzentschlossene finden in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer unter www.hwk-reutlingen.de/lehrstellensuche über 200 Ausbildungsstellen, die sie auch nach dem Start des Ausbildungsjahrs noch antreten können.