Grömbach und Wörnersberg
: Für ein Nahwärmenetz reicht es nicht

Siedlungsstruktur, geringe Wärmedichte, Fehlen zentraler Wärmequellen: Ein Nahwärmenetz wäre  weder in Grömbach noch in Wörnersberg wirtschaftlich.
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(red/pm)
Grömbach/Wörnersberg
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Lindenforum Grömbach

Für das Gebäudenetz Rathaus, Lindenforum und Kindergarten in Grömbach soll ein Energiekonzept erarbeitet werden.

Sannert
  • Wärmenetz nicht wirtschaftlich: Siedlungsstruktur, geringe Dichte, keine zentralen Quellen.
  • Wärmeversorgung bleibt dezentral. Eigentümer planen Modernisierung mit Beratung und Förderung.
  • Infoabend im Lindenforum: Rund 40 Bürger, Ergebnisse von EGS-plan vorgestellt.
  • Nächstes Vorgehen: Gemeinderäte wollen Pläne im Januar beschließen – Umsetzung folgt.
  • Geplant sind Kampagnen, ein Energiekonzept fürs Lindenforum und eine PV-Offensive ab 2027.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Rund 40 Bürger aus Grömbach und Wörnersberg folgten laut Mitteilung der Veranstalter der Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung im Lindenforum Grömbach, bei der die kommunalen Wärmeplanungen beider Gemeinden vorgestellt wurden.

Grömbachs Bürgermeister Daniel Wolber begrüßte die Besucher auch im Namen seines anwesenden Amtskollegen Reinhold Möhrle aus Wörnersberg und unterstrich die Bedeutung der kommunalen Wärmeplanung als strategisches Instrument für die kommenden Jahre. Anschließend übergab er das Wort an eine Vertreterin der Ingenieurgesellschaft EGS-plan, die mit der Erstellung der Wärmepläne beauftragt ist.

Fachplanerin Lucy Kraus präsentierte die Ergebnisse der umfangreichen Analyse für beide Gemeinden. Dabei wurde deutlich: Ein zentraler Ausbau eines Wärmenetzes ist weder in Grömbach noch in Wörnersberg realistisch. Die Siedlungsstruktur, die geringe Wärmedichte und das Fehlen zentraler Wärmequellen führen dazu, dass ein Nahwärmenetz wirtschaftlich nicht darstellbar wäre. Die Wärmeversorgung bleibt also dezentral. Das bedeutet: Gebäudeeigentümer müssen ihre Heizungsmodernisierung individuell planen, unterstützt durch Energieberatung und Förderprogramme.

Dieser Befund decke sich mit den gesetzlichen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes und des Gebäudemodernisierungsgesetzes, die eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 vorsehen, so Bürgermeister Reinhold Möhrle in der Mitteilung.

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Infoabend Grömbach

Rund 40 Bürger aus Grömbach und Wörnersberg kamen zum Infoabend ins Lindenforum.

Daniel Wolber

Im Anschluss informierte Jörg Bochtler aus Dornstetten-Aach im Namen der Energieagentur in Horb über aktuelle und kommende Förderprogramme für Heizungsmodernisierung, insbesondere für Wärmepumpen, Biomasseanlagen und Effizienzmaßnahmen. Er erläuterte die wichtigsten Schritte für Eigentümer und gab Hinweise zur Antragstellung.

Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Besucher an verschiedenen Informationsständen beraten lassen. EnBW informierte über moderne Wärmeversorgungslösungen und Stromnutzungskonzepte.  Energieberater Manfred Walz aus Grömbach gab individuelle Hinweise zu Sanierungsmaßnahmen, Förderprogrammen und zur Heizungsmodernisierung. Die Gemeinden stellten die Entwürfe der Wärmeplanungsberichte zur Einsicht bereit. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche und konkrete Fragen zu ihren Gebäuden.

Das weitere Vorgehen

Die Gemeinden planen laut ihrer Mitteilung, die Wärmeplanungen im Januar kommenden Jahres im Gemeinderat zu beschließen. Anschließend sollen die in den Plänen vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt werden.

Geplante Maßnahmen in Grömbach sind eine Informationskampagne zu Heizungsmodernisierung, Förderprogrammen und gesetzlichen Vorgaben, ein Energiekonzept für das Gebäudenetz Lindenforum, inklusive Prüfung einer zentralen Wärmeversorgung für Rathaus und Kindergarten sowie Analyse der PV-Eigenstromnutzung, das Sammeln von Praxisbeispielen und ein „Wärmewenderatsch“.

Auch in Wörnersberg sind eine Informationskampagne für Gebäudeeigentümer, das Sammeln von von Praxisbeispielen und ein „Wärmewenderatsch“ geplant. Darüber hinaus soll es eine PV-Offensive mit Sammelbestellungsoption ab 2027 geben.

Die Veranstaltung zeigte laut den Veranstaltern deutlich: Die Wärmewende in beiden Gemeinden wird dezentral stattfinden. Die kommunale Wärmeplanung schafft dafür Orientierung, während die Umsetzung in den kommenden Jahren gemeinsam mit Fachplanern, Energieberatern und den Bürgern erfolgen wird.