Gottesdienst mit Ständerling
: Diakoniestation Freudenstadt feiert 50-jähriges Bestehen

Die Diakoniestation Freudenstadt steht nicht nur für professionelle Pflege, sondern auch für Mitgefühl, Respekt und das Bewusstsein, dass jeder Mensch Wertschätzung verdient.
Von
red/pm
Freudenstadt
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Ein Foto aus den Anfangszeiten der Diakoniestation Freudenstadt (Archivfoto)

Diakoniestation
  • Festgottesdienst in der Stadtkirche: Sonntag, 18. Oktober, 10 Uhr – 50 Jahre Diakoniestation.
  • Dekan Andreas Streich leitet den Gottesdienst, Landrat Andreas Junt spricht ein Grußwort.
  • Anschließend gibt es einen Ständerling und Kirchenkaffee für die Besucher.
  • Wurzeln seit 1894 mit Gemeindeschwestern; Diakoniestation wurde 1976 gegründet.
  • Heute: ambulante Pflege, Beratung und Alltagshilfen in Freudenstadt und umliegenden Orten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Diakoniestation Freudenstadt feiert im Rahmen eines Festgottesdienstes am Sonntag, 18. Oktober, um 10 Uhr in der Stadtkirche ihr 50-jähriges Bestehen. Den Gottesdienst hält Dekan Andreas Streich. Landrat Andreas Junt spricht ein Grußwort. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Ständerling und Kirchenkaffee.

„Die Diakoniestation gibt es doch schon viel länger“, werden manche denken. Richtig. So ist in einem alten Protokoll zu lesen: „Der strenge Winter 1893/94 veranlasste den damaligen Dekan Zeller, im Stuttgarter Mutterhaus um eine Diakonisse für die Gemeindekrankenpflege anzufragen. Diese wurde ihm auch zugesagt. So begann am 30. Oktober 1894 mit Schwester Wilhelmine Schaible in Freudenstadt die häusliche Alten- und Krankenpflege.“ Um diese Diakonisse anstellen und ihr ein Taschengeld bezahlen zu können, wurde noch 1894 der erste Krankenpflegeverein gegründet, schreibt die Diakoniestation Freudenstadt in einer Pressemitteilung. Seine Mitglieder sicherten mit ihren Beiträgen den Dienst der Gemeindeschwester vor Ort.

Vor Ort entstanden Solidargemeinschaften

In den umliegenden Dörfern gründeten Kirchengemeinden und Kommunen auch solche Krankenpflegevereine. Räumlich orientierte sich die Arbeit der Vereine und ihrer Schwestern an den Grenzen des jeweiligen Kirchspiels. So entstanden vor Ort Solidargemeinschaften, um Risiken, die mit Schwangerschaft, Geburt, Behinderung, Krankheit, Unfall oder Alter des Einzelnen einhergehen konnten, gemeinsam zu tragen. Alle wussten, dass sie einmal diese Risiken treffen können. So sei es selbstverständlich gewesen, Mitglied im örtlichen Krankenpflegeverein zu sein.

Die Aufgaben der Gemeindeschwestern wurden immer mehr und nicht mehr allein zu bewältigen. Die Diakoniestation, die bei der Gründung noch Sozialstation hieß, wurde erst 1976 gegründet. Vorausgegangen war ein Erlass des Sozialministeriums 1973: „Die Gemeindeschwestern müssen zu Verwaltungseinheiten zusammengefasst werden.“

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Selbstbestimmtes Leben in der vertrauten häuslichen Umgebung

1976 schlossen in Freudenstadt Kirchengemeinden, Kommunen und Krankenpflegevereine einen Vertrag über den Betrieb der Sozialstation aus dem gemeinsamen Wunsch, kranken, älteren und hilfebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Trägerin wurde und ist bis heute die evangelische Kirchengemeinde Freudenstadt.

Diakonie Station

Mitarbeiter der Diakoniestation Freudenstadt

Diakoniestation

Neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung gehören heute Beratung, Betreuung, Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Hilfen im Haushalt und im Alltag dazu. Im Mittelpunkt stand und steht jedoch immer der Mensch mit seiner persönlichen Geschichte, seinen Bedürfnissen und seiner Würde, heißt es weiter. Pflege bedeute mehr als medizinische Versorgung, als satt und sauber. Sie schenke Zeit, Aufmerksamkeit, Trost und Zuwendung.

Freudenstadt mit allen Teilorten, Seewald, Aach und Hallwangen

Damals war die ambulante Pflege noch wenig ausgebaut. Mit viel Idealismus, großem persönlichem Einsatz und einem tiefen christlichen Verständnis von Verantwortung wurde der Grundstein für die Einrichtung gelegt. Aus kleinen Anfängen wuchs eine ambulante Pflegeeinrichtung, die heute für viele Menschen in Freudenstadt mit allen Teilorten, Seewald, Aach und Hallwangen, ein unverzichtbarer Begleiter sei.

Die Diakoniestation versteht ihren Auftrag laut Mitteilung als gelebten Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Es gehe nicht nur um professionelle Pflege, sondern auch um Mitgefühl, Respekt und das Bewusstsein, dass jeder Mensch Wertschätzung verdient.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel

Die Pflege stehe heute vor großen Herausforderungen. Der demografische Wandel, steigende Pflegebedarfe, der Fachkräftemangel und enge gesetzliche Rahmenbedingen verlangen neue Ideen. Gleichzeitig eröffnen moderne Technologien und neue Versorgungsformen zusätzliche Möglichkeiten. Die Diakoniestation Freudenstadt will sich auch künftig diesen Aufgaben stellen und dabei ihrem Leitbild treu bleiben: Menschen kompetent, zuverlässig und mit Freude zu begleiten.