Gemeinsames Kochen in Freudenstadt
: Beim Kochlöffeltreff geht es um mehr als nur das Essen

Den Freudenstädter Kochlöffel-Treff für Senioren gibt es seit März 2016. 71 Mal hat sich die muntere Truppe seither im Ringhof getroffen und gemeinsam gekocht, gegessen und miteinander Spaß gehabt.
Von
Monika Schwarz
Oberndorf
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Es gibt immer viel zu schnippeln beim Kochlöffel-Treff in Freudenstadt.

Schwarz

Die Idee, einen Kochlöffel-Treff für Senioren ins Leben zu rufen, hatte seinerzeit Gemeindediakonin Margret Hermann, die das Ganze bis zum heutigen Tag koordiniert und organisiert. Unterstützt wird sie mittlerweile von einem mehrköpfigen Team, das sich jeweils vor dem Eintreffen der Gäste trifft und im Anschluss auch länger bleibt, um alles nachzubereiten.

Ein Team zum Start war schnell gefunden und nach einigen vorbereitenden Treffen und der erforderlichen Hygieneschulung wurde mit acht Teilnehmern losgelegt. „Uns war von Anfang an klar, dass wir mit Anderen und nicht nur für Andere kochen wollen“, sagt Hermann.

Längst geht es nicht mehr nur um das Kochen und Essen, sondern auch um die Geselligkeit. „Über die Jahre sind hier richtige Freundschaften entstanden“, sagt Hermann. Das nette Miteinander und die Freude über das monatliche Wiedersehen werden bereits beim Eintreffen der Senioren spürbar.

Viel zu schnippeln

Alle tauschen sich erst einmal aus, bevor der Kreis von Hermann um 10 Uhr morgens offiziell mit der Begrüßung und einer kleinen Hygieneeinweisung eröffnet wird. Was jeweils gekocht wird, bestimmen die Teilnehmer gemeinsam am Ende des Kochlöffel-Treffs für das nächste Mal. „Wir suchen immer Mahlzeiten aus, bei denen es viel zu schnippeln und vorzubereiten gibt, damit auch wirklich alle etwas zu tun haben und mithelfen können“, sagt Gisela Blickle.

Die frühere Lehrerin und geprüfte Hauswirtschafterin übernimmt regelmäßig die Kalkulation der Mengen und die Einkäufe. Beim Kochlöffel-Treff verteilt sie schließlich auch die erforderlichen Arbeiten beim Kochen. Es wird geschnippelt, geschnitten, gerupft und manchmal, wenn es beispielsweise Spätzle gibt, auch geschabt.

Letzteres haben zuletzt sogar vorzugsweise die anwesenden Männer übernommen, erzählt Blickle schmunzelnd. Den Anblick gleich mehrerer Spätzle schabender Männer am Herd werde sie jedenfalls nicht so schnell vergessen. Jeder macht das, was er eben gut kann. Blickle hat dabei auch den zeitlichen Rahmen im Blick. „Um 11.15 Uhr sollte der Auflauf im Ofen sein, damit wir pünktlich um 12 Uhr essen können“, betont sie mit Blick auf die voraussichtliche Backdauer.

Zeit für ein paar Lieder

Geplant war diesmal ein Kartoffelgratin mit Rosenkohl und Karotten, eine große Schüssel Salat und ein Nachtisch mit Pudding, Quark und klein geschnittenem Obst. Für jeden in der Runde gibt es deshalb ausreichend zu tun. Gelegenheit, sich nebenbei zu unterhalten, gibt es trotzdem zur Genüge.

Als alles fertig und im Ofen ist, bleibt Zeit für ein paar gemeinsame Lieder. Ein Teilnehmer hat extra dafür die Gitarre mitgebracht. Pünktlich um 12 steht das Essen auf dem Tisch. Nach dem Essen gibt es für alle noch eine Tasse Kaffee, bei der das Gericht für das nächste Treffen gemeinsam besprochen wird. Vorschläge dabei sind ausdrücklich erwünscht.

Großen Wert legt das Team auf Regionalität und Saisonalität. Manchmal radelt Blickle deshalb auch am frühen Morgen direkt vor dem Treffen noch einmal los, um letzte Zutaten einzukaufen. Vieles besorgt sie auf dem Wochenmarkt. Die Kosten für das Essen werden im Anschluss umgelegt. „Mehr als drei bis fünf Euro kostet es aber eigentlich nie“, sagt Blickle.

Die wichtigsten Infos

Termine
 Der Kochlöffel-Treff im Gemeindehaus Ringhof findet normalerweise einmal im Monat am jeweils dritten Montag ab 10 Uhr statt. Die Termine werden im Gemeindebrief der Kirche bekanntgegeben.

Kontakt
Anmeldungen für das gemeinsame Kochen und Essen werden jeweils bis Donnerstagabend von Margret Hermann unter Telefon 07441/915 69 12 entgegengenommen.

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