Gemeindewald in Loßburg
: Wäre angesichts klammer Kassen ein Sonderhieb möglich?

Ließe sich die angespannte Finanzlage in Loßburg dadurch lindern, dass die Gemeinde mehr Bäume fällt und verkauft? Diese Frage kam nun in einer Gemeinderatssitzung auf.
Von
Christiane Frey
Oberndorf
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Revierförster Martin Schmalz beantwortete Fragen des Gemeinderats.

Frey

Nachdem der Gemeinderat sich beim Waldbegang ein Bild vom Zustand des Loßburger Forsts gemacht hatte, stellte Tobias Miller vom Regierungspräsidium in der Schutzhütte Oberer Wald die Pläne der Forsteinrichtung vor. Der Holzvorrat im Loßburger Wald beträgt laut Miller 568 Kubikmeter je Hektar, in Schömberg sogar 584 Kubikmeter. Angestrebt werden im Bestand jeweils 500 Vorratsfestmeter.

Im Gemeindewald soll der Hiebsatz im Dauerwald bei 12,2 Erntefestmeter pro Jahr und Hektar und im Altersklassenwald bei 14 Erntefestmetern liegen. Zudem sollen auch noch 400 Bäume geästet werden, um den Wert des Gemeindewald zu steigern. Im Stiftungswald sollen beim Altersklassewald die Hiebsätze bei 13 Erntefestmetern pro Jahr und Hektar und beim Dauerwald bei 11,4 Erntefestemetern liegen. Beide Vorschläge wurden vom Gremium einstimmig verabschiedet.

Sonderhieb wäre möglich

Stefan Burkhartd (FWV) erinnerte an die schwierige Finanzlage der Kommune und fragte nach einem Sonderhieb angesichts der großen Vorräten in den Wäldern. Revierförster Martin Schmalz sagte: „Wir können jederzeit statt 20 Hektar auch 30 Hektar durchforsten, denn der große Vorrat birgt ja auch die Gefahr der Instabilität“.

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