Freudenstädter Krankenhaus
: Es drohen längere Wartezeiten in der Notaufnahme

FDP-Landtagsabgeordneter Timm Kern hat sich mit den Folgen der geplanten Schließung der Notfallpraxis in Nagold beschäftigt. Ergebnis: in der Notaufnahme in Freudenstadt könnten sich die Wartezeiten für Patienten verlängern.
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(red/pm)
Oberndorf
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In der Freudenstädter Notaufnahme könnte sich die Wartezeiten bald verlängern. (Symbolfoto)

dpa/Hauke-Christian Dittrich

Eine kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Timm Kern an das Sozialministerium bringt die Folgen der Schließung von Notfallpraxen für den Landkreis Freudenstadt ans Licht.

Das Thema Gesundheitsversorgung sei aktuell in aller Munde – ob der Kinderarztmangel in Horb, die galoppierenden Kosten beim Klinikum Freudenstadt oder ganz aktuell die Schließung von Notfallpraxen im Land, heißt es in einer Pressemitteilung des Abgeordneten. Viele Bürger sorgten sich, wie es mit der Gesundheitsversorgung weitergehe.

Aus der Antwort des Ministeriums werde deutlich: Die Schließung der Notfallpraxis in Nagold werde sich auch auf das Klinikum in Freudenstadt auswirken. So heißt es vom Ministerium: „Das Klinikum Freudenstadt (KLF) gibt an, dass es einen erhöhten Zugang und somit steigende Fälle in den Notaufnahmen erwarte, was wiederum zu verlängerten Wartezeiten führen könne“. Es sei davon auszugehen, dass für die Menschen aus der Region Nagold „die Bereitschaftspraxis am KLF in Freudenstadt ein möglicher Ausweichstandort“ sein werde.

Insgesamt sieht das Ministerium die Versorgung mit Bereitschaftspraxen als gesichert an. So sei für „95 Prozent der Bevölkerung des Landkreises eine Bereitschaftspraxis in maximal 30 Auto-Fahrminuten“ erreichbar.

Für Kern sind noch Fragen offen

Für Kern ist diese Antwort wenig zufriedenstellend. So sei für ihn die Frage, wie die Versorgung älterer, weniger mobiler Menschen gewährleistet werden könne, offen. Da helfe auch der Verweis auf Telemedizin nicht. Diese könne höchstens Ergänzung, nicht aber Ersatz für eine persönliche ärztliche Versorgung sein. Die drohenden längeren Wartezeiten in der Freudenstädter Notaufnahme seien „wieder einmal keine gute Nachricht für den ländlichen Raum“, wird Kern zitiert.

Die FDP fordere einen Notfallgipfel, der die Beteiligung von Rettungsdiensten, Krankenhäusern, kommunalen Verbänden, Krankenkassen und der Ärzteschaft an der Reform sicherstelle.

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