Freilaufende Katzen in Alpirsbach
: Situation ist auch für das Tierheim nicht tragbar

Vor allem in den hochgelegenen Stadtteilen Alpirsbachs gibt es vermehrt Probleme mit freilaufenden Katzen – mit Folgen auch für andere Tiere.
Von
Werner Hering
Oberndorf
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Alpirsbach hat ein Problem mit freilaufenden Katzen. (Symbolfoto)

Federico Gambarini/dpa

Jerry-Lee Matt vom Hauptamt der Stadt berichtete im Gemeinderat über die Katzenschutzverordnung. Vor allem in den hochgelegenen Stadtteilen komme es vermehrt zu Problemen mit freilaufenden Katzen und damit auch zu Folgen für Vögel, Eidechsen oder andere Kleintiere. Zudem käme es bei diesen Katzen zu Erkrankungen, Parasitenbefall, Unterernährung oder Verletzungen bei Revierkämpfen oder Verkehrsunfällen.

Damit sei auch das örtliche Tierheim überfordert, was von Gemeinderätin Monika Roth, die auch das Tierheim betreut, bestätigt wurde.

Eine wesentliche Ursache, so Matt, für die Entstehung freilebender Katzenpopulationen sei die Fortpflanzung unkastrierter Hauskatzen mit Freigang. Deren Nachkommen verwildern häufig. Zahlreiche Städte und Kommunen in Baden-Württemberg hätten bereits Katzenschutzverordnungen erlassen, berichtete er.

Verpflichtungen für Katzenhalter

Die wesentliche Wirkung der Verordnung liege darin, dass Katzenhalter verpflichtet werden sollen, freilaufende Katzen zu kastrieren, zu kennzeichnen und registrieren zu lassen. Dadurch solle insbesondere verhindert werden, dass sich neue freilaufende Katzenpopulationen bilden, so das Resümee von Matt.

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Wie er weiter sagte, entstehen der Stadt grundsätzlich keine unmittelbaren zusätzlichen Haushaltsbelastungen.

Roth: Tiere chippen

Hierzu ergänzte Monika Roth (Frauenliste), dass die derzeitige Situation für das Tierheim nicht tragbar sei, wenn dort freilaufende Katzen abgegeben werden. Zur Kennzeichnungspflicht regte sie an, die Tiere zu chippen und nicht zu tätowieren.

Der Katzenschutzverordnung stimmte bei einer Enthaltung die Mehrheit zu.