Forschungsprojekt in Freudenstadt: Neue Grundlagen für die Klimaanpassung im ländlichen Raum

Die am Projekt beteiligten Personen
Stadtwerke Freudenstadt- Landwandel schloss nach drei Jahren ab – Fokus: Klimaanpassung im ländlichen Raum.
- KIT-Institute und Stadtwerke Freudenstadt entwickelten Klimakenngrößen für Risiken.
- Ergebnisse helfen bei Planung zu Wasser, Starkregen, Infrastruktur und Stadtentwicklung.
- Empfehlungen: Monitoring von Niederschlag und Grundwasser, Wald- und Flächennutzung anpassen.
- Online-Katalog „Anland“ bündelt Wissen und unterstützt Kommunen bei eigenen Strategien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach drei Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist das Verbundprojekt „Landwandel“ erfolgreich abgeschlossen. Das teilen die Stadtwerke Freudenstadt in einer Pressemitteilung mit.
Zwei Institute des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben dabei gemeinsam mit den Stadtwerken Freudenstadt neue wissenschaftliche Grundlagen geschaffen, um Städte und Gemeinden im ländlichen Raum besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.
Im Projekt wurde die lokale Expertise der Stadtwerke Freudenstadt mit der wissenschaftlichen Kompetenz zweier Institute des KIT gebündelt: des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung Troposphärenforschung (IMKTRO) / Süddeutsches Klimabüro sowie des Instituts für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP). Unterstützt wurde das Vorhaben durch die Stadt Freudenstadt und den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) Baden-Württemberg als assoziierte Partner.
Trockenheit, Starkregen, steigende Temperaturen
Den offiziellen Projektabschluss bildete eine Fachveranstaltung am Campus Schwarzwald in Freudenstadt. Vertreter aus Kommunen des Landkreises Freudenstadt sowie aus Wissenschaft und Praxis diskutierten dort die Projektergebnisse und deren Bedeutung für die zukünftige kommunale Klimaanpassung.
Ländliche Regionen sind laut Mitteilung zunehmend von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Längere Trockenperioden, häufigere Starkregenereignisse und steigende Temperaturen stellen Kommunen vor neue Herausforderungen. Ziel des Projekts Landwandel war es daher, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen kommunaler Akteure zu verbinden und daraus praxisnahe Entscheidungsgrundlagen für die kommunale Planung zu entwickeln.
Verbessertes Monitoring von Grundwasserständen
Ein zentrales Projektergebnis ist die Entwicklung von Klimakenngrößen. Diese verknüpfen hochaufgelöste regionale Klimadaten mit lokalem Erfahrungswissen und ermöglichen eine fundierte Bewertung künftiger Klimarisiken. Dadurch können Kommunen künftig neben historischen Wetterdaten auch erwartete Klimaentwicklungen stärker in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbeziehen – etwa in den Bereichen Wasserversorgung, Starkregenvorsorge, Infrastruktur oder Stadtentwicklung.
Darüber hinaus wurden gemeinsam mit kommunalen Akteuren konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet. Dazu zählen unter anderem die langfristige Sicherung der Wasserversorgung durch ein verbessertes Monitoring von Niederschlägen, Grundwasserständen und Trockenperioden, die stärkere Berücksichtigung von Starkregen- und Hochwasserrisiken bei der Planung von Entwässerungssystemen und Schutzmaßnahmen, die Anpassung der Wald- und Landschaftsbewirtschaftung an veränderte klimatische Bedingungen sowie die Integration von Klimaprojektionen in die kommunale Bauleit- und Infrastrukturplanung.
Zusammenarbeit von Wissenschaft, kommunalen Akteuren und Praxispartnern
Die entwickelten Methoden sind laut Mitteilung nicht nur für Freudenstadt relevant, sondern können auch von weiteren ländlichen Kommunen in Baden-Württemberg und darüber hinaus genutzt werden.
Ein weiteres Projektergebnis ist der Online-Katalog „Anland“, in dem die erarbeitete Wissensbasis gebündelt wurde. Er bietet Kommunen einen strukturierten Einstieg in die Themen Klimafolgen und Klimaanpassung und unterstützt sie bei der Entwicklung eigener Strategien und Maßnahmen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts war die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, kommunalen Akteuren und Praxispartnern. Der kontinuierliche Austausch trug dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in praxistaugliche Lösungen zu überführen.
Stärkung der Klimaanpassung
Mit dem erfolgreichen Abschluss von „Landwandel“ liege nun ein Pilotprojekt vor, das beispielhaft zeige, wie wissenschaftliche Klimamodelle und kommunale Erfahrungen wirkungsvoll zusammengeführt werden können. Die entwickelten Werkzeuge und Methoden leisten laut Mitteilung der Stadtwerke einen wichtigen Beitrag, die Klimaanpassung in Freudenstadt und anderen ländlichen Regionen langfristig zu stärken.
Weitere Informationen zum Projekt sowie den Online-Katalog „Anland“ finden Interessierte unter https://www.projekt-landwandel.de/

