Finanzhaushalt in Baiersbronn: Bike-Park und L 401 verschlingen eine Million mehr

Die neuen Wasserspiele auf dem Rosenplatz haben rund 230 000 Euro gekostet.
Monika BraunEine Art Zwischenbericht zur Finanzlage der Gemeinde zog Kämmerer Jochen Veit in der jüngsten Sitzung des Baiersbronner Gemeinderats. „Im Moment stellt sich die Situation ausgewogen dar, es gab eine gewisse Welle, die wir abzuarbeiten hatten,“ erklärte er. „Aktuell gehen wir von einer Verschlechterung des Finanzhaushalts um rund 484 000 Euro aus.“
Für das Haushaltsjahr 2025 seien Investitionen von 7,3 Millionen Euro geplant, zusätzlich stünden noch Haushaltsmittel aus den Jahren 2023 und 2024 zur Verfügung. Die Abrechnung vieler abgeschlossener Projekte solle nun zeitnah erfolgen. Auch die laufenden Projekte machten es schwer, Kostentransparenz zu schaffen.
Die Mittelsituation habe sich um rund 763 000 Euro verbessert, da viele Posten in den Vorjahren finanziert worden seien, aber erst jetzt abgeschlossen würden. „Insgesamt bleibt die Finanzierung des Investitionshaushalts 2025 damit nach heutigem Stand ausgewogen“, so der Kämmerer.
Nachtragshaushalt im Oktober
Bei zwei Projekten zeige sich aber eine kritische Kostenentwicklung: bei der kürzlich eingeweihten „Bike Area“ und beim mit dem Straßenbauamt realisierten Ausbau der Landesstraße 401 bis Obertal. „Hier besteht ein zusätzlicher Mittelbedarf von rund einer Million Euro, das müssen wir noch berücksichtigen“, sagte Veit. Die nun vorliegenden Zahlen bildeten die Grundlage für den Nachtragshaushalt, der im Oktober zur Beratung vorgelegt werde.
Auf Nachfrage von Dietmar Günther (CDU) erklärte Veit, dass noch weitere Kosten für den Ausbau der L 401 im Zuge der Endabrechnung herauskommen würden. Zum Kostenanstieg bei der „Bike Area“ führte Bauamtsleiter Daniel Armbruster aus, dass es hier eine Kostenentwicklung gegeben habe, die nicht vorhersehbar gewesen sei und es für die Mehrkosten keine weiteren Zuschüsse gebe.
Treppenlösung für Burgruine Tannenfels
Zu einer Frage von Udo Keck (FWV) erklärte Armbruster, dass die Kosten für die Burgruine Tannenfels von rund 300 000 Euro eine Treppenlösung ermöglichten, die die seit Jahren bestehenden Sicherheitsmängel beheben könnte.
Dietmar Günther (CDU) sprach von „doch sehr hohen Kosten“ für die neuen Fontänen auf dem Rosenplatz in Höhe von 230 000 Euro. „Das wurde hier so im Gremium beschlossen, dafür gibt es auch keine Zuschüsse“, erinnerte Bürgermeister Michael Ruf.