Feuerwehr Freudenstadt
: Austausch über die Landesgrenze hinweg

Die Feuerwehr Freudenstadt lernte bei einem Besuch in der französischen Partnerstadt Courbevoie Einsatztaktiken in Wolkenkratzern kennen.
Von
red/pm
Freudenstadt/Courbevoie
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Feuerwehr

Gruppenbild der Delegationen mit Oberbürgermeister Adrian Sonder (Mitte) bei der Einweihung des neuen Feuerwehrzentrums in Freudenstadt.

Rath/Stadtverwaltung
  • Freudenstadt und Courbevoie vertiefen den Feuerwehr-Austausch über die Landesgrenze hinweg.
  • Ende September wurde in Freudenstadt das neue Feuerwehrzentrum mit Gästen aus Courbevoie eröffnet.
  • Unterschied der Strukturen: Freiwillige Feuerwehr in Freudenstadt, Berufswehr Pompiers de Paris in Courbevoie.
  • Gegenbesuch in Courbevoie: Einblicke in Taktiken für Hochhäuser, inkl. Dach der Grande Arche.
  • Laut Rathaus eröffnet der Austausch neue Perspektiven und soll künftig fortgesetzt werden.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Derselbe Auftrag, aber eine völlig andere Organisationstruktur: Die Feuerwehren der Partnerstädte Courbevoie in Frankreich und Freudenstadt sind in den engeren Austausch getreten, um Fachwissen über die Grenzen hinweg auszutauschen und die Kameradschaft zu pflegen. Darüber berichtet die Stadt nun in einer Pressemitteilung.

Im Herbst haben sich Delegationen der Feuerwehren beider Städte innerhalb weniger Wochen gegenseitig besucht – beide Male mit einem Programm, das weit über eine reine Delegationsreise hinausging.

Einweihung des Feuerwehrzentrums

Ende September feierte Freudenstadt die Einweihung seines neuen Feuerwehrzentrums. Mit Bertrand Neveu und Thomas Schultz waren auch zwei Feuerwehrmänner der Abteilung Courbevoie der Pompiers de Paris dabei. Die beiden Vertreter aus Courbevoie nutzten das Wochenende intensiv, heißt es: Gemeinsam mit den Gastgebern besichtigten sie das neue Feuerwehrzentrum, begutachteten die Fahrzeuge und verfolgten Übungen der Freudenstädter Feuerwehr.

Besonderen Raum nahmen laut Mitteilung die vielen informationsreichen Gespräche ein, in denen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Arbeit beider Feuerwehren verglichen wurden. Deutlich sei dabei etwa der strukturelle Unterschied geworden: Während in Freudenstadt die Freiwillige Feuerwehr auf das Engagement ehrenamtlicher Frauen und Männer setzt, hat Courbevoie eine Berufsfeuerwehr, die Teil der Pompiers de Paris und damit offiziell Teil der französischen Armee ist. Zwei Organisationsformen – ein gemeinsames Ziel: der Schutz von Menschen sowie von Hab und Gut.

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Für die Gäste aus Courbevoie habe der Besuch einen seltenen Einblick in die Arbeit einer deutschen Freiwilligen Feuerwehr geboten – und für die Freudenstädter sei es eine Gelegenheit gewesen, ihr neues Zentrum aus der professionellen Perspektive erfahrener Berufskollegen bewerten zu lassen.

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Andere Welt, andere Einsatzszenarien: Die Feuerwehr Freudenstadt beim Besuch in Courbevoie.

Marc Bernhardt/Feuerwehr Freudenstadt

Nur wenige Wochen später folgte der Gegenbesuch. Marc Bernhardt, Tom Anger und Andreas Behnke von der Freudenstädter Feuerwehr waren Teil der offiziellen Delegation zur Feier des 65. Jubiläums der Städtepartnerschaft. Auch sie seien mit wertvollen Eindrücken aus dem Großraum Paris zurückgekommen.

In 111 Meter Höhe

So hatten die Pompiers de Paris für ihre Freudenstädter Kollegen ein Extraprogramm vorbereitet. Im Mittelpunkt habe die Feuerwehrarbeit in großen Höhen gestanden - eine Herausforderung, die für die Einsatzkräfte in Courbevoie allgegenwärtig ist. Das Geschäfts- und Hochhausviertel La Défense beherbergt zahlreiche Wolkenkratzer.

Dabei durften die Gäste aus dem Schwarzwald ein besonderes Feuerwehrfahrzeug begutachten, sowie Eindrücke erleben, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben: Mit einer Ausnahmegenehmigung bestiegen sie das 111 Meter hoch gelegene Dach der Grande Arche de la Défense. Anschließend besichtigten sie das Hotel Melia und erhielten Einblicke in die Einsatztaktiken zur Brandbekämpfung in hohen Gebäuden. Bei einem gemeinsamen Essen in der Kaserne und einer gemütlichen Partie Pétanque klang der Tag laut Mitteilung in lockerem fachlichem Austausch aus.

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Aussicht vom Dach der Grande Arche de la Défense.

Sonia von Focht/Stadtverwaltung

„Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, dass die Städtepartnerschaft zwischen Freudenstadt und Courbevoie weit mehr ist als eine symbolische Verbindung: Sie schafft echten fachlichen Mehrwert“, wird Fabienne Janz zitiert, im Rathaus Freudenstadt für Städtepartnerschaften zuständig.

Neue Perspektiven eröffnet

Der Blick über die Grenze habe Einsatzkräften Perspektiven eröffnet, die im eigenen Alltag so nicht zu gewinnen sind – sei es die Brandbekämpfung in großen Gebäuden, die Organisation einer Berufswehr oder die Erfahrungen einer Freiwilligen Feuerwehr, die ihr Engagement mit Beruf und Familie verbindet. Nach diesem Erfolgserlebnis werde nun angestrebt, weitere Begegnungen dieser Art zu ermöglichen.