Event in Bad Rippoldsau-Schapbach: Wolf- und Bärenpark stellt Fehlverhalten des Menschen in den Fokus

Auch um den Wolf und sein Verhalten geht es bei der Veranstaltung im Alternativen Wolf- und Bärenpark.
Stiftung für BärenEine Abendveranstaltung zum Thema heimische Wildtiere findet am Samstag, 7. März, um 17 Uhr im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald in Bad Rippoldsau-Schapbach statt. Aus gegebenem Anlass ist vor allem das Interesse in Sachen Wolf besonders hoch, schreibt die Stiftung für Bären in der Ankündigung. Dabei besteht die Möglichkeit, die Tiere nachts zu beobachten.
Die Debatte um den Hornisgrinde-Wolf, GW2672m, sorgt momentan für Schlagzeilen und gemischte Gefühle. Abschuss? Einfangen? In Ruhe lassen? Noch bis zum 10. März gilt die aktuelle Abschussgenehmigung. Im Zuge jener Diskussion treffen auch im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald zahlreiche Anfragen ein, sowohl seitens der Presse, als auch von Privatpersonen. Die gemeinnützige Einrichtung ist ein Projekt der Stiftung für Bären – Wildtier- und Artenschutz und als solches ein Kompetenzzentrum in Sachen heimische Beutegreifer.
Einfluss des Menschen
Der Begriff Wolfstourismus und das Verhalten der Menschen scheint beim Thema GW2672m eine entscheidende Rolle zu spielen, mehr noch, als das tatsächliche Verhalten des Tieres im Nationalpark Nordschwarzwald. Doch was heißt eigentlich normales Verhalten, wenn es um den Wolf geht und vor allem, welchen Einfluss hat der Mensch darauf?
Im Rahmen der abendlichen Veranstaltung „Nachts im Bärenpark“ gibt es nicht nur die Möglichkeit, all diesen Fragen auf den Grund zu gehen, sondern auch die Chance, Wölfe in der Dämmerung zu beobachten. Die Idee des Infotainment-Events ist es, die heimischen Beutegreifer wie Wolf, aber auch Bär und Luchs, kennenzulernen, damit genau das vermieden werden kann: ein Fehlverhalten der Menschen.
Tragische Konsequenzen
Raoul Schwarze, Leiter des Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald, wird wie folgt zitiert: „Jeden Tag werden wir bei unserer Arbeit mit den Folgen konfrontiert, welche die Tiere durch den Einfluss der Menschen ertragen müssen. Schon scheinbar geringfügiges Fehlverhalten kann bei Wildtieren zu tragischen Konsequenzen führen. Auch bei GW2672m liegt der Ursprung nicht beim Vier-, sondern beim Zweibeiner. Dies zu verstehen, um sich der eigenen Verantwortung bewusst zu werden, darum geht es unter anderem bei der Veranstaltung Nachts im Bärenpark.“
Die Veranstaltung dauert zwischen zweieinhalb und drei Stunden – je nach Interessenslage der Teilnehmer. Erwachsene zahlen 45 Euro inklusive Snack, Kinder 25 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an schwarzwald@baer.de oder unter Telefon 07839/91 03 80 ist erforderlich.