Einsatztraining im Schwarzwald
: Bundeswehr übt Überleben und Flucht – auch Baiersbronn betroffen

Die Bundeswehr trainiert vom 12. bis 23. Oktober in den Kreisen Calw, Freudenstadt und Rastatt. Auch in Baiersbronn können Soldaten unterwegs sein.
Von
Michael Merk
Baiersbronn
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Reservisten der Bundeswehr bei einer Übung: ARCHIV - 01.08.2023, Baden-Württemberg, Stetten am kalten Markt: Reservisten nehmen auf einem Übungsplatz der Bundeswehr an der Abschlussübung zum Projekt "Ungediente für die Reserve" des Landeskommandos Baden-Württemberg teil. Dabei halten sie sich mit Ihren Waffen vom Typ G36 in einem Graben in Deckung. Das Ziel des Projekts ist es, eine Reserve von qualifizierten Soldatinnen und Soldaten aufzubauen, die im Falle von Krisen und Katastrophen oder zum Heimatschutz sowie in der Landesverteidigung eingesetzt werden können. (zu dpa: «Verbandschef: Bundeswehr-Reservisten systematisch erfassen») Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Soldaten der Bundeswehr trainieren auch bei Baiersbronn für den Ernstfall. (Symbolbild)

Christoph Schmidt/dpa
  • Bundeswehr übt vom 12. bis 23. Oktober in Calw, Freudenstadt und Rastatt – Schwerpunkt Calw.
  • 30 Soldaten und vier leichte Radfahrzeuge bewegen sich tagsüber und nachts im Gelände.
  • SERE-Übung trainiert Rückkehr isolierten Personals unter schwierigen Bedingungen.
  • Baiersbronn und Landkreis Freudenstadt liegen am Rand, Auswirkungen sollen gering sein.
  • Am 19. und 21. Oktober ist tagsüber Übungsmunition geplant, Abstand wird erbeten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vom 12. bis 23. Oktober trainiert eine Einheit der Division Schnelle Kräfte in den Landkreisen Calw, Freudenstadt und Rastatt. Bei der freilaufenden Übung sind Soldaten zu Fuß und mit leichten Radfahrzeugen unterwegs. Der Schwerpunkt liegt im Landkreis Calw.

Insgesamt nehmen 30 Soldaten und vier leichte Radfahrzeuge an der Übung teil. Die Teams bewegen sich sowohl tagsüber als auch nachts durch das Gelände und versuchen dabei, möglichst unerkannt zu bleiben.

Wo genau sie unterwegs sein werden, steht vor Beginn nicht fest. Eine genaue Festlegung des Übungsgebiets würde dem Zweck der Übung entgegenwirken, erklärt ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg. Die Gemeinde Baiersbronn hat allerdings schon bekannt gegeben, dass ihr Gebiet betroffen sein wird.

Training für schwierige Situationen

Im Mittelpunkt steht eine sogenannte SERE-Übung. Die Abkürzung steht für „Survival, Evasion, Resistance, Extraction“. Dabei geht es darum, die Fähigkeiten zur Rückkehr von isoliertem Personal unter schwierigen Bedingungen zu trainieren. Die Soldaten sollen also lernen, sich in einer solchen Situation zu behaupten und den Weg zurück zu den eigenen Kräften zu bewältigen.

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Regelmäßige Übungen seien eine zentrale Voraussetzung für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr, erklärt der Sprecher. Die Soldatinnen und Soldaten müssten ihre Fähigkeiten unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren, um sie im Ernstfall zuverlässig abrufen zu können.

Nur geringe Auswirkungen auf Bevölkerung

Für die Bevölkerung im Landkreis Freudenstadt und in Baiersbronn erwartet die Bundeswehr nach eigenen Angaben nur geringe Auswirkungen. Beide liegen am Rand des Übungsraums. Schutzgebiete würden bei der Planung berücksichtigt und die entsprechenden Vorgaben eingehalten.

Dennoch kann es zu kurzfristigen Beeinträchtigungen kommen: Am 19. und 21. Oktober soll tagsüber Übungsmunition eingesetzt werden. Die Belastungen für die Bevölkerung sollen dabei auf das notwendige Maß beschränkt bleiben.

Abstand zu Soldaten und Einsatzfahrzeugen halten

Die Bundeswehr bittet darum, ausreichend Abstand zu den eingesetzten Soldaten und Fahrzeugen zu halten. Das diene sowohl der Sicherheit aller Beteiligten als auch einem ungestörten Ablauf der Übung.

Hintergrund der Übung ist auch die veränderte Sicherheitslage in Europa. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seien Szenarien zur Landes- und Bündnisverteidigung wieder stärker in den Fokus gerückt. Deshalb müsse die Bundeswehr vermehrt auch im öffentlichen Raum üben, erklärt der Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg.