Einige Händler müssen absagen
: Hitze setzt auch Naturpark-Markt in Pfalzgrafenweiler zu

Der Naturpark-Markt in Pfalzgrafenweiler bot ein breites Sortiment an Erzeugnissen aus der Region – auch wenn manche Händler absagen mussten.
Von
Lothar Schwark
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Simon Ziegler aus Grömbach hatte unter anderem Wildspezialitäten mit ins benachbarte Pfalzgrafenweiler gebracht.

Lothar Schwark

Friederike Stetter, beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord seit Jahren für die Regionalvermarktung und das Projektmanagement der Naturpark- Märkte zuständig, freute sich, wieder einmal Pfalzgrafenweiler zu Gast sein zu dürfen. Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Bischoff eröffnete sie den Markt am Sonntag pünktlich um 11 Uhr.

Bischoff freute sich ebenso: Der Naturpark-Markt sei eine Bereicherung für den Ort. Dort finde man Naturprodukte, die in der Regel auf sonstigen Märkten nicht zu finden seien, wobei Bischoff etwa auf die von ihm persönlich sehr geschätzten Senfsoßen, Salzprodukte und Honigvariationen verwies.

Insgesamt finden in diesem Jahr 22 Naturpark-Märkte statt. Im Landkreis Freudenstadt war und ist man viermal zu Gast – im Mai bereits in Baiersbronn und Freudenstadt, am 30. August noch in Dornstetten.

Nach Absagen wegen Hitze noch 20 Händler vor Ort

Wichtig ist Stetter und den Marktbeschickern, dass man beim Naturpark-Markt frische Lebensmittel aus der Region beziehen kann. Darüber hinaus sei eine familiäre Einkaufsatmosphäre vorhanden. Von Mai bis Oktober präsentieren auf den Märkten insgesamt rund 130 landwirtschaftliche Betriebe ihre Produkte. Ein weiteres Plus: Die Marktbesucher können mit den Erzeugern ins Gespräch kommen und so alles über Qualität und Herkunft der Produkte erfahren.

Friederike Stetter, beim Naturpark für die Märkte zuständig, und Bürgermeister Dieter Bischoff (links) eröffneten den Naturpark-Markt in Pfalzgrafenweiler.

Foto: Lothar Schwark

Kunden legen aber auch Wert auf Frische. Da sie diese an diesem heißen Sonntag mit Temperaturen um 30 Grad nicht garantieren konnten, mussten einige Marktbeschicker ihre Teilnahme kurzfristig absagen: Sie verfügen schlicht nicht über entsprechende Kühlmöglichkeiten für ihre Milchprodukte, ihr Obst und Gemüse oder ihre Brotaufstriche. So blieben noch 20 Marktbeschicker übrig.

Keine Probleme hatten freilich die Anbieter von Holzprodukten und Schmuck – oder der Bürstenmachermeister Thomas Megerle aus Karlsruhe.

Dirk Weber aus Baiersbronn (rechts) kann mit seinen Erzeugnissen – von Wildprodukten bis zum Holzofenbrot – längst auf viele Stammkunden zählen.

Foto: Lothar Schwark

Nahezu ein Selbstläufer ist der Stand von Sandra und Dirk Weber aus Baiersbronn. Seit Jahren könne beide auf zahlreiche Stammkunden zählen, die ihre Wildprodukte und ihr Holzofenbrot schätzen.

Wildspezialitäten kommen auch aus Grömbach

Über ein in Teilen ähnliches Sortiment verfügte Simon Ziegler, dessen Familie in Grömbach Wildspezialitäten und Honig herstellt und im Winter auch Christbäume und Schnittgrün im Angebot hat.

Erstmals war Vincent Mayer von der Schwarzwälder Geisserie dabei. Er hat in Lauterbach bei Schramberg einen Dementer-Ziegenheumilch-Betrieb mit einer kleineren Ziegenherde übernommen. Die Tiere werden in einem Melkkarussell gemolken und sind in einem Kompostierstall zuhause. Mit der Übernahme des Betriebs hat sich Mayer seinen langjährigen Traum, Landwirt zu werden, erfüllt. Zuvor war er als Physiotherapeut tätig.

Erstmals war Vincent Mayer von der .Schwarzwälder Geisserie in Lauterbach dabei

Foto: Lothar Schwark

Handgefertigte und naturbelassene Kräuterprodukte aus Wildsammlung und eigenem Anbau hatte Jacqueline Geyer aus Altensteig im Angebot. An weiteren Ständen gab es Wein aus Baden, edle Spirituosen, viele weitere Naturprodukte und saftige Burger. Am Stand des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord konnte man alles über dessen Arbeit und Angebote erfahren.

Allerlei Kräuterprodukte hatte Jacqueline Geyer aus Altensteig im Angebot.

Foto: Lothar Schwark

Schade war, dass die brütende Hitze doch einige Menschen vom Bummel über den Markt abhielt. Friederike Stetter wollte dennoch nicht über die Besucherresonanz klagen. Sie und Dieter Bischoff hoffen einfach auf erträglichere Temperaturen, wenn der Naturpark-Markt in zwei Jahren wieder in Pfalzgrafenweiler stattfinden soll.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.