Eigenes Rücknahmesystem: Landkreis Freudenstadt stellt jetzt selbst Altkleidercontainer auf

Damit solche Zustände der Vergangenheit angehören, stellt der Landkreis Container in den Entsorgungsanlagen und Recycling-Centern zur Verfügung.
Baubetriebsamt Freudenstadt/Gabriele ZürnDer Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises bietet ab sofort ein eigenes Rücknahmesystem für Alttextilien und Altkleider an.
Damit stelle der Landkreis sicher, dass den Bürgern auch künftig verlässliche und wohnortnahe Abgabemöglichkeiten zur Verfügung stehen, teilt das Landratsamt in Freudenstadt mit. In den vergangenen Monaten hätten sich einzelne Containerstandorte zu regelrechten Müllablagerungsplätzen entwickelt, diesem Missstand wolle der Kreis nun abhelfen.
Ab sofort können Altkleider und Alttextilien zunächst auf den Entsorgungsanlagen Bengelbruck und Rexingen abgegeben werden. Im Laufe des Juni werde das Angebot schrittweise ausgebaut, heißt es weiter. Ab 1. Juli soll das Rücknahmesystem zusätzlich auf allen Recycling-Centern im Kreis möglich sein. Im Gegensatz zu den Entsorgungsanlagen gibt es dort jedoch eine Mengenbegrenzung auf zwei Säcke je Anlieferung und Woche.
Zuletzt vermehrt Probleme
Der Abfallwirtschaftsbetrieb bittet um Verständnis, dass die vollständige Einführung auf allen Recycling-Centern noch etwas Zeit benötige. Die organisatorischen und logistischen Vorbereitungen würden derzeit „mit Hochdruck“ umgesetzt.
„Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht ein funktionierendes Entsorgungsangebot. Mit dem neuen Rücknahmesystem bieten wir eine Lösung für die Alttextilienentsorgung an, die vermehrt zu Problemen im öffentlichen Raum geführt hat“, erklärt Landrat Andreas Junt.
Das neue Angebot des Landkreises ergänzt laut Landratsamt die noch bestehenden, aber rückläufigen Sammelsysteme. Andere Sammler, beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz oder andere karitative und gewerbliche Organisationen, könnten ihre Sammelangebote weiterhin betreiben. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass die Sammlung von Alttextilien für viele Sammler wirtschaftlich nicht mehr attraktiv ist. Es sei daher davon auszugehen, dass weitere Containerstandorte aufgegeben werden.
„Wir reagieren auf einen spürbaren Wandel bei der Alttextiliensammlung. Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern unabhängig von der Entwicklung bestehender Sammelsysteme dauerhaft einen leicht zugänglichen Entsorgungsweg anzubieten“, wird Ulrich Hanfstein, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebs, in der Mitteilung zitiert.