Drei mobile Notstromaggregate: Dornstetten rüstet sich für möglichen Blackout

Einer der ersten drei Standorte für ein mobiles Notstromaggregat: das Feuerwehrhaus und der Bauhof in Dornstetten (Archivfoto)
SannertNach jahrelangen Hin und Her macht sich die Stadt Dornstetten jetzt auf den Weg, sich für den Ernstfall eines „Blackouts“ zu rüsten.
In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Gemeinderat bei einer einer Enthaltung für ein erstes Konzept der Notstromversorgung aus. Das Feuerwehrhaus und der Bauhof Dornstetten, das Rathaus Dornstetten sowie die Turn- und Festhalle Hallwangen sollen demnach drei mobile Notstromaggregate erhalten.
In einer zweiten Abstimmung beschloss das Gremium mit neun Ja- und fünf Nein-Stimmen, im Haushalt weitere 125 000 Euro für derartige Projekte an weiteren Standorten einzustellen. Bislang waren seit 2023 im Haushalt dafür 150 000 Euro bereitgestellt worden.
Vom Strom bis zum Wasser
Details der Planungen für sogenannte Netzersatzanlagen erläuterten in der Sitzung Alexander Voigt und Tilo Kaiser, die Projektleiter Elektrotechnik der Fachfirma RBSwave aus Ettlingen. Ziel sei es, so betonten die Fachleute, grundsätzlich die Mindesthandlungsfähigkeit im Ernstfall aufrechtzuerhalten.
Um nur einiges zu nennen, gehe es um den Strom, die Kraftstoffversorgung, die Wasserversorgung und die Krisenkommunikation. Auch müssten die Bürger im Notfall gezielt Zufluchtsmöglichkeiten haben. All das müsse eingeübt werden. Die Aggregate müssten auch regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft und ihre Handhabung durch Schulungen bestimmter noch festzulegender Personen sichergestellt werden. Was die Lieferung von Aggregaten angehe, könne diese, so die Fachleute, zwischen zehn und 22 Monate dauern.
Haas drängt zum Handeln
Über die Lagerung der Aggregate war man noch uneins. So müsse zum Beispiel erst noch das Feuerwehrhaus Dornstetten gerichtet werden. Auch könne und müsse sich nicht nur die Feuerwehr, wie in einem Vorschlag aus dem Gremium angedeutet worden war, darum kümmern, meinte die Mehrheit in der Ratsrunde.
Einigen Zweiflern an den jetzt zeitlich und finanziell recht zügig vorgesehenen Abläufen bei den Anschaffungen – unter anderem, weil doch die Haushaltslage so angespannt sei – trat Bürgermeister Bernhard Haas entgegen: „Mir wäre schon sehr daran gelegen, dass wir an dem Thema dran bleiben und erste Anschaffungen tätigen.“ Zudem hatten Voigt und Kaiser zu Beginn ihrer Ausführungen im Rat mit einer kurzen Filmdokumentation über einen Ernstfall in einer Gemeinde den Blick für die Dringlichkeit der Thematik gekonnt geschärft.