Diesmal Dornstetten und Baiersbronn
: Zwei Wölfe? Neue Nachweise im Kreis Freudenstadt

Wolfsrüde GW852m hat sich erneut im Nordschwarzwald gezeigt.Doch auch ein anderer Wolf sorgt mit einer Sichtung bei Dornstetten für Aufmerksamkeit.
Von
Florian Ganswind
Oberndorf
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Ein Wolf in einem Tierpark – im Kreis Freudenstadt sind wahrscheinlich zwei Wölfe in freier Wildbahn unterwegs. (Symbolbild)

Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dp

Der Landkreis Freudenstadt verzeichnet erneut Wolfsbewegungen. Zwei aktuelle Nachweise im Juli und September 2025 liefern neue Einblicke in das Verhalten und die Wanderungen der Tiere. Und es scheint sich zu verfestigen, dass zwei verschiedene Wölfe im Landkreis unterwegs sind.

Am 25. Juli 2025 wurde der territorial bekannte Wolfsrüde GW852m gleich an zwei Orten nachgewiesen: in Gernsbach im Landkreis Rastatt sowie in Baiersbronn im Landkreis Freudenstadt. In beiden Fällen wurde genetisches Material aus Losungen (Kotproben) sichergestellt, das eindeutig diesem Tier zugeordnet werden konnte.

Weitere Streifzüge von GW852m

GW852m ist kein Unbekannter: Bereits seit mehreren Jahren wird er im Gebiet rund um den Nationalpark Schwarzwald regelmäßig nachgewiesen. Seine weiten Streifzüge sind typisch für männliche Wölfe, die sich ein großes Revier sichern und regelmäßig kontrollieren. Der erneute Nachweis bestätigt: Der Nationalpark-Wolf ist weiterhin aktiv und nutzt sein bekanntes Territorium umfassend.

Während Wolf GW852m verlässlich immer wieder für Nachweise sorgt, gibt eine andere Beobachtung Raum für neue Spekulationen: Am 5. September 2025 wurde im Gebiet Dornstetten eine Fotofallenaufnahme eines Wolfes gemacht.

Sichtung am 16. August in Horb

Zuletzt tappte ein Wolf am 16. August im Horber Norden in eine Fotofalle, also wenige Kilometer entfernt. Die erste Sichtung dieses Wolfes war wohl am 2. Mai bei Grünmettstetten. Danach gab es Hinweise, dass er auf Gemarkung Waldachtal-Tumlingen unterwegs war.

Da es vor der Sichtung in Horb lange Zeit nichts gab, was auf einen Wolf in diesem Gebiet sprach, hatte Wildtierbeauftragter Peter Daiker den Gedanken ins Spiel gebracht, dass dieser Wolf Haplotyp HW22 vielleicht auch nur auf Durchreise war. Die neueste Sichtung spricht aber dafür, dass das Raubtier sich weiterhin in diesem Gebiet aufhält – zumindest teilweise.

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