Bundesweite Auszeichnung
: Baiersbronn für Mobilitätsknoten am Bahnhof prämiert

Als Vorzeigeprojekt wurde der „Multimodale Mobilitätsknoten“ am Bahnhof Baiersbronn auf Bundesebene gewürdigt. Er ermögliche einen nahtlosen Umstieg zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Auto.
Von
red/pm
Baiersbronn
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Fahrradparkhaus

Das Fahrradparkhaus am Bahnhof bietet 58 Stellplätze, die online gebucht werden können.

Dirk Haier
  • Baiersbronn erhält Bundesauszeichnung für den „Multimodalen Mobilitätsknoten“ am Bahnhof.
  • Ziel ist der nahtlose Umstieg zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Auto – mit Barrierefreiheit.
  • Digitale Monitore liefern Echtzeitdaten, Hochborde erleichtern den Einstieg in Busse.
  • Holz-Fahrradparkhaus: 58 online buchbare Plätze, Schließfächer und Reparaturstationen.
  • E-Carsharing und Ladepunkte sind integriert, Rad- und Fußverkehr werden räumlich getrennt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Gemeinde Baiersbronn ist für ihren „Multimodalen Mobilitätsknoten“ am Bahnhof auf Bundesebene ausgezeichnet worden. Das Projekt gilt nun deutschlandweit als Best-Practice-Beispiel für moderne Anschlussmobilität im ländlichen Raum, teilt die Gemeinde in einer Pressemitteilung mit.

„Dass unser Ansatz nun auf Bundesebene als Vorzeigeprojekt gewürdigt wird, ist eine tolle Bestätigung für die pragmatische Arbeit unserer Verwaltung und aller Projektpartner“, wird Bürgermeister Michael Ruf zitiert. „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Gästen im Murgtal den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel so einfach und komfortabel wie möglich machen.“

Dass dieses komplexe Großprojekt überhaupt fristgerecht zur Gartenschau realisiert werden konnte, liege an der zielstrebigen Planung der Gemeinde. Projektleiter Sebastian Rittner erklärt: „Der Schlüssel zum Erfolg waren flache Hierarchien, extrem kurze Entscheidungswege und ein direkter Draht zu den Genehmigungsbehörden. Wir hatten den Mut zur Priorisierung und haben langwierige Teilmaßnahmen wie den Bahnübergang bewusst entkoppelt, um das Kernprojekt für die Gartenschau zu sichern. Zudem hat sich die enge Kooperation mit unseren Fachplanern und lokalen Betreibern wie Omnibus Klumpp voll ausgezahlt.“

Offizielle Ehrung in Bonn

Die offizielle Preisverleihung fand jüngst in Bonn statt. Dort nahmen Bürgermeister Ruf und Projektleiter Rittner die Auszeichnung für die Gemeinde entgegen. Prämierungsgrundlage war der Wettbewerb „Anschlüsse gestalten. Mobil in ländlichen Räumen“. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeichnete dabei im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) insgesamt 20 herausragende Projekte aus, die die Erreichbarkeit von Bahnhöfen abseits großer Metropolen nachhaltig optimieren.

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Barrierefreiheit, Digitalisierung und Holzarchitektur

Das prämierte Projekt mache den Bahnhof zu einem zentralen und modernen Verkehrsknotenpunkt, der einen nahtlosen Umstieg zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Auto schaffe. Herzstück der Aufwertung sind die konsequente Barrierefreiheit sowie neue Serviceangebote. Durch den Einbau von Hochborden können Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen selbstbestimmt und sicher in die Busse einsteigen. Für eine verlässliche Orientierung sorgen neu installierte, digitale Mobilitätsmonitore mit Echtzeitdaten.

Bürgermeister Michael Ruf (links) und Projektleiter Sebastian Rittner (rechts) nehmen bei der Preisverleihung in Bonn die offizielle Urkunde für den „Multimodalen Mobilitätsknoten Baiersbronn“ aus den Händen von Melanie Schade (BBSR) entgegen.

Bürgermeister Michael Ruf (links) und Projektleiter Sebastian Rittner nehmen bei der Preisverleihung in Bonn die offizielle Urkunde für den „Multimodalen Mobilitätsknoten Baiersbronn“ aus den Händen von Melanie Schade (BBSR) entgegen.

Gemeinde Baiersbronn

Ein weiterer Höhepunkt ist laut Gemeinde das Holz-Fahrradparkhaus. Es bietet 58 Stellplätze, die bequem online gebucht werden können. Ergänzt wird dieses Angebot durch Schließfächer für Gepäck, Helme und E-Bike-Akkus sowie öffentlich zugängliche Reparaturstationen. Zudem integriert der Knotenpunkt E-Carsharing-Angebote sowie Ladepunkte. Eine strikte räumliche Trennung von Rad- und Fußverkehr sorge dabei für mehr Sicherheit im gesamten Talraum.