Besucheransturm im „Tal X“: Chaos beim Shuttlebus - über eine Stunde Wartezeit

Großer Andrang herrschte am Busparkplatz im Sulzhau, doch vom Shuttlebus war lange Zeit nichts zu sehen.
PrivatAuf den Tag im „Tal X“ hatte sich Cornelia S. (Name der Redaktion bekannt) lange gefreut. Zusammen mit Ehemann, Kind und Großeltern machte sie sich am vergangenen Samstag auf den Weg von Donaueschingen nach Freudenstadt, um die Gartenschau in Augenschein zu nehmen.
Schnell aber verging der fünfköpfigen Familie die Lust auf das Großprojekt: Nachdem die fünf ihr Auto auf dem Parkplatz Sulzhau abgestellt hatten und zur Shuttlebus-Haltestelle gingen, passierte erst mal - nichts. Und zwar eine geschlagene Stunde lang.
„Wir standen in der prallen Sonne auf dem Parkplatz und warteten auf den Shuttlebus“, erzählte Cornelia S. unserer Redaktion. Ein einziger Bus habe innerhalb von 60 Minuten gehalten, war aber schnell derart überfüllt, dass er einen Großteil der Wartenden stehen lassen musste.
„Das ist natürlich ärgerlich und tut uns wirklich leid“, räumt Heiko Klumpp ein. Er ist bei der Gartenschau zuständig für Marketing und Kommunikation und hat auch eine Erklärung für das Bus-Chaos: „Wir hatten am vergangenen Samstag unseren Besucherrekordtag.“ Mehr als 9000 Interessierte haben laut ihm am 6. September die Gartenschau besucht - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. An anderen Wochenendtagen kämen durchschnittlich maximal 5000 Besucher, berichtet er. „Da waren wir am Samstag einfach nicht darauf eingestellt.“

Beifall brandete auf, als endlich ein Bus kam.
Foto: PrivatDas bekamen die Besucher zu spüren, weshalb auch Cornelia S. ihrem Ärger Luft machte. „20 Euro Eintritt pro Person, 5 Euro fürs Parken - und dann über eine Stunde auf den Bus warten müssen – das ist schon ein starkes Stück!“
Am nächsten Wochenende will man vorbereitet sein
Immerhin: Es wurde nachgebessert. Als klar wurde, dass an diesem Samstag fast doppelt so viele Menschen als normalerweise die Gartenschau besuchen wollten, wurde ein zusätzlicher Bus angefordert. „Wir arbeiten mit lokalen Busunternehmen in Freudenstadt zusammen“, erklärt Klumpp. Und er ergänzt: „Das ging dann ziemlich schnell“. Statt zwei waren am Ende drei Busse unterwegs, die im 15-Minuten-Takt zwischen dem Industriegebiet Sulzhau und dem Marktplatz pendelten.
Cornelia S., ihre Familie und die zahlreichen anderen Wartenden konnten also doch noch die Gartenschau sehen, wenn auch mit einiger Verzögerung. Als endlich mal wieder ein Bus kam, brandete Beifall auf, erinnert sie sich.
Die hohe Besucherzahl erklärt Heiko Klumpp übrigens mit dem überraschend guten Wetter am Samstag und den tollen Events am vergangenen Wochenende, wie etwa „Tal X leuchtet“. Und damit, dass noch Schulferien sind. Was bedeutet, dass ein weiteres Wochenende bevorsteht, an denen viele Menschen ins „Tal X „strömen könnten. Doch diesmal will man vorbereitet sein, versichert Klumpp und ergänzt: „Wir haben es im Blick.“
