Bärenpark Bad Rippoldsau
: Erst spät durfte sie so richtig leben - Bärin Daria mit 35 Jahren verstorben

Ihr zu kurzes Leben in einem tiergerechten Zuhause im Alternativen Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach genoss Bärendame Daria in vollen Zügen.
Von
Niklas Ortmann
Bad Rippoldsau-Schapbach
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Bären Daria ist an den Folgen von Altersschwäche verstorben.

Bären Daria ist an den Folgen von Altersschwäche verstorben.

Alternativer Wolf- und Bärenpark
  • Bärin Daria starb im Alternativen Wolf- und Bärenpark Bad Rippoldsau-Schapbach.
  • Der Park teilte mit: Sie verstarb am 23. Juni an Altersschwäche mit 35 Jahren.
  • Daria wurde 1991 in Portugal geboren und lebte lange in einem Zoo in Südspanien.
  • 2019 rettete ein Einsatzteam sie aus dem geschlossenen Zoo und brachte sie in den Schwarzwald.
  • Im Park genoss sie den Bärenwald – selbstbewusst, aber oft ruhig auf ihrem Lieblingsplatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Alternative Wolf- und Bärenpark schreibt in einem Nachruf über Bärendame Daria: Erst spät in ihrem Leben, als sie weit über 25 Jahre alt war, durfte sie so richtig Bär sein. Und das nutzte die betagte Vierbeinerdame in vollen Zügen. Doch leider muss auch sie dem Ruf der Natur folgen. „Gestern, am 23. Juni, nahmen wir schweren Herzens Abschied von unserer Daria, die mit 35 Jahren an den Folgen von Altersschwäche verstarb.“

Geboren wurde Daria zusammen mit ihrer Schwester Doro 1991 in Portugal. Dem Schoß ihrer Mutter wurden die kleinen Welpen bereits nach kurzer Zeit entrissen, sie wurden nach Südspanien in einen Zoo gebracht. Im Parque Zoologico Prudencio Navarro, Costa de la Luz, wurden sie viele Jahre lang ausgestellt. Ihre Anlage war viel zu klein, trist und keineswegs tiergerecht. Durch eine Scheibe starrten Besucher sie an, animierten sie sich aufzustellen und an das Glas zu fassen.

Anfang 2019 schloss der Zoo seine Tore, das Personal ging. Die Tiere blieben zurück. Tiger, Affen, die zwei Bären und zahlreiche weitere Tiere drohten durch Verwahrlosung und der zunehmenden Hitze Südspaniens zu sterben. „Unser Einsatzteam machte sich auf den langen Weg und kehrte am 4. Juni 2019 zurück in den Schwarzwald“, schreibt das Team des Bärenparks.

Endlich ein tiergerechtes Zuhause

Von nun an sollte für Daria ein neues Leben beginnen. Auch für ihre Schwester Doro, die im Alternativen Bärenpark Worbis unterkam, wartete ein neues, tiergerechtes Zuhause. Es war ein milder Sommertag, als Daria die Quarantänestation verließ und zum ersten Mal in den Bärenwald spazierte.

„Unvergessen ist der Moment, in dem sie den weichen Waldboden unter ihren Tatzen spürte und mit vollem Genuss das frische Gras beschnupperte.“ Nach den endlosen Jahren im trostlosen Zoo auf sandigen Boden, gewöhnte sie sich rasch an die neue, naturnahe Umgebung. Trotz ihres hohen Alters hatte sie die Hosen an, wenn sie auf durchaus viel jüngere Artgenossen traf.

Liebevoll wurde sie daher oft vom Team als Panzer bezeichnet, weil sie sich unbeeindruckt vom Gehabe so manchen Bärenmannes stets ihren Weg durch den Bärenwald bahnte.

Sie hatte auch eine andere Seite

Doch sie hatte auch eine andere Seite. Oft und gerne lag sie auf ihrem Lieblingsplatz, einem Baumstamm, auf dem sie gemütlich den Kopf auflegte und die Beine hängen ließ. Die Natur, die ihr so lange im Leben verwehrt blieb, beobachtete sie leidenschaftlich gerne. Besonders Elstern schaute sie mit Vorliebe zu. „Liebe Daria, wir danken dir von Herzen, dass wir dich kennenlernen durften. Dass du bewiesen hast, dass Tiere auch im hohen Alter gerettet werden und über sich“, schreibt das Team des Bärenparks abschließend.

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