Ausstellung in Besenfeld
: Martin Huster zeigt Schmetterlinge aus aller Welt

Einblicke in die Welt der Schmetterlinge und weiterer Insekten gewährt Martin Huster mit seiner Ausstellung am 1. August in der Schwarzwaldmühle Besenfeld.
Von
Monika Schwarz
Seewald-Besenfeld
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Einblicke in die Welt der Schmetterlinge und Insekten gewährt Martin Huster mit seiner Ausstellung am 1. August in der Schwarzwaldmühle Besenfeld.

Martin Huster zeigt seine Sammlung am Samstagvormittag, 1. August, in der Schwarzwaldmühle in Besenfeld erstmals in der Region.

Monika Schwarz
  • In Besenfeld zeigt Martin Huster am Samstag, 1. August, Schmetterlinge aus aller Welt.
  • Ort und Zeit: Schwarzwaldmühle Besenfeld, 9 bis 12 Uhr – der Eintritt ist frei.
  • Zu sehen sind rund 3000 Exemplare, darunter auch Heuschrecken, Käfer und Vogelspinnen.
  • Huster züchtet viele Tiere selbst und präpariert sie sorgfältig in speziellen Insektenschränken.
  • Wer die Schau verpasst, kann im November eine weitere Ausstellung in Horb besuchen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kaum ein anderes Lebewesen verkörpert Anmut, Schönheit und Neubeginn so eindrucksvoll wie der Schmetterling. Die Faszination dieses Insekts hat auch Martin Huster gepackt - und das bereits vor vielen Jahren. Der heute 63-Jährige aus Bad Rappenau war gerade mal zwölf Jahre alt, als er im Garten der Eltern auf eine Raupe vom „Braunen Bär“, auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz, gestoßen ist. Huster zögerte nicht lange, packte das Tierchen in ein Gefäß und wurde so Zeuge dieses faszinierenden Vorgangs.

„Der Gedanke, dass ich damit anfangen könnte, Schmetterlinge zu sammeln, wurde da geboren“, erinnert sich Huster. Beim Raupenkauf in einer Zoohandlung kam dann auch der Kontakt zu einem weiteren Sammler zustande, der diesem Hobby einen weiteren Schub verpasste - und das sehr erfolgreich. Aus dem ersten Exemplar zu Beginn der Sammelleidenschaft sind zwischenzeitlich rund 3000 geworden, darunter allerdings auch einige Heuschrecken, Vogelspinnen, Käfer und Tausendfüßler. Sie alle werden bei der Ausstellung in Besenfeld gezeigt.

Was Martin Huster an den Schmetterlingen so fasziniert, das sind nicht nur die schönen Formen und Farben, sondern auch deren Fähigkeiten. „Schmetterlinge sind nämlich Flugkünstler, Überlebenskünstler und Verwandlungskünstler“, zählt er auf.

Ausstellung Schmetterlinge Martin Huster

Faszinierende Insekten, vor allem Schmetterlinge, aus aller Welt sind am Samstag in Besenfeld zu sehen.

Monika Schwarz

Den Austausch mit Gleichgesinnten pflegt Huster regelmäßig über eine Online-Insektenbörse, auf der er auch Eier, Raupen, Puppen und eben Schmetterlinge für die Züchtungen bestellt. Darüber hinaus besucht er Insektenbörsen wie die in Frankfurt, um Exemplare auch zu tauschen. Wegen der hohen Besucherfrequenz funktioniere das auf einer solchen Börse ausgezeichnet, sagt Huster. Aufbewahrt werden seine Exemplare zuhause sorgfältig und dunkel in speziellen Insektenschränken, damit die Farbe nicht verbleicht.

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Viele der teilweise auch sehr großen und seltenen Exemplare mit ausländischen Wurzeln, bis hin nach Asien und Südamerika, hat Huster selbst gezüchtet. Er bestellt in diesen Fällen die Eier und wartet, bis die Raupen schlüpfen. Diese werden von ihm in Netzkäfigen gefüttert - etwa mit Liguster, Flieder oder Brennnessel - bis sie sich fünfmal gehäutet haben. Erst bei der fünften Häutung entsteht die Puppe und nach 10 bis 14 Tagen schließlich der Schmetterling.

„Puppenstube“ unterm Dach

Platz für sein Hobby findet Huster unter dem Dach seines Wohnhauses. Lachend spricht er von seiner „Puppenstube“. Dort werden die Schmetterlinge von ihm auch auf Spannbrettern, in akribischer Detailarbeit, mit Insektennadeln fixiert, getrocknet und präpariert, bevor sie in die Schaukästen und den von ihm selbst gebauten Insektenschrank wandern. Dort sind sie nicht nur vor Licht, sondern auch vor Parasiten geschützt. Bis zu 100 Jahre kann eine gut geschützte Insektensammlung überdauern.

Huster hat in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgestellt, die Ausstellung in Besenfeld ist aber seine erste Ausstellung in der hiesigen Region. Wer sie verpasst, kann eine weitere Ausstellung seiner Prachtexemplare im November in Horb besuchen. Unterstützt wird Huster von seiner Ehefrau Maria. Der Eintritt zur Ausstellung (mit und ohne Führung) am Samstag, 1. August, von 9 bis 12 Uhr in der Schwarzwaldmühle in Besenfeld ist frei. Es gibt eine Bewirtung.