Aktionswoche der Verkehrssicherheit: Roter Buzzer gibt bei der Gartenschau in Baiersbronn das Startsignal

Moderatorin Jana Kübel holte einige Gesprächspartner auf die Bühne (von links): Michael Sauer (ADAC Württemberg), Axel Bischobnik (TÜV Süd), Verkehrsminister Winfried Hermann, Staatssekretär Thomas Blenke, Polizeipräsident Christian Dettweiler, den Staatssekretär im Kultusministerium Volker Schebesta, Tanja Hund (Unfallkasse Baden-Württemberg) und Burkhard Metzger.
Monika BraunEinige Vertreter der Landespolitik, der Polizei und von Partnerorganisationen hatten sich eingefunden, um die landesweite Aktion, die insgesamt acht Veranstaltungen beinhaltet, zu eröffnen.
Das Schwerpunktthema in diesem Jahr lautet „Kinder im Straßenverkehr“. Dazu gab es auf der Bühne im Zentrum der Schelklewiese eine Gesprächsrunde mit den Gästen.
Begrüßt wurden die Gäste von der Tanzgruppe Exception des Tanzzentrums Hermann aus Freudenstadt mit einem flotten Tanz. Moderatorin Jana Kübel vom SWR hieß die Gesprächspartner, darunter Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), Staatssekretär Thomas Blenke (CDU) und den Pforzheimer Polizeipräsidenten Christian Dettweiler, willkommen und stellte ihnen Fragen zum Thema „Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr“.
Die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen
Thomas Blenke ging auf die Aktion „Gib Acht im Straßenverkehr“ ein und erklärte, dass es deren Ziel sei, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und die Zahl der Unfalltoten und Schwerverletzten zu senken. „Die Vision von ‘Gib Acht‘ lautet Zero, das bedeutet null Verkehrstote zu haben. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es vielerlei Maßnahmen, zu denen neben der Prävention auch die technischen Voraussetzungen an Fahrzeugen gehören“, erklärte Blenke. Straßenverkehr ohne Getötete und Schwerverletzte in Baden-Württemberg bleibe das Ziel der Aktion, so Blenke, der erklärte, dass die Unfallbilanzen belegten, dass man auf dem richtigen Weg sei.
Dennoch kamen im vergangenen Jahr 14 Kinder und Jugendliche (bis 13 Jahre) auf Baden-Württembergs Straßen ums Leben. Polizeipräsident Christian Dettweiler sprach von vielen Schwerpunkten, die angegangen werden sollten. In Sachen Prävention unternehme das Polizeipräsidium viel. Unter anderem werde über Social-Media-Kanäle aufgeklärt. „Vertrauen sie ihren Kindern etwas mehr“, forderte Dettweiler mit Blick auf die Elterntaxis, die oftmals Probleme bereiten.
Verkehrsminister Hermann sprach sich dafür aus, die Verkehrskompetenz zu stärken, und nannte einige Maßnahmen, wie in Zukunft das Problem mit Elterntaxis entschärft werden könnte. „Wir können Stellen schaffen, wo die Eltern ihre Kinder sicher aus dem Auto lassen können“, so Hermann. Die Bürgermeister seien gefragt, entsprechende Strukturen zu schaffen, um einen sicheren Schulweg zu garantieren.
Neues Radfahrabzeichen vorgestellt
„Wir müssen eine Kultur des vorsichtsvollen und rücksichtsvollen Fahrens entwickeln, hier sind alle gefragt. Die Kleinsten sind die Schwächsten, sie müssen geschützt werden“, machte Hermann deutlich. Wichtig sei, mit gutem Beispiel voranzugehen. Er selbst, so Hermann, fahre beispielsweise nie ohne Helm Fahrrad.
Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, ging auf das Radfahrabzeichen ein – eine neue Maßnahme die schrittweise an das Radfahren heranführen soll.
Auf der Bühne wurden anschließend noch weitere Themen zur Verkehrssicherheit diskutiert, beispielsweise zu TÜV-geprüften Kindersitzen oder zu Versicherungen.
Mit dem roten Buzzer und einem Signalton wurde die Aktionswoche „Gib Acht im Verkehr – Kinder sollen sicher sein im Straßenverkehr“ schließlich gestartet. Es folgte der Auftritt des Jugendtanzkreises des Tanzzentrums Hermann. Zum Schluss zeigten dann noch beide Tanzgruppen den Gartenschautanz.