950-Jahr-Feier in Hallwangen: Der nächste Höhepunkt: Vereine beschenken sich mit buntem Dorffest

Beim Fassanstich: Bürgermeister Bernhard Haas (rechts), Ortsvorsteher Christoph Mannheimer (Mitte) und das Organisationsteam
Uwe AdeOrtsvorsteher Christoph Mannheimer hatte die Ehre, am Freitagabend im Beisein des Organisations- und Festkomitees das Festwochenende mit dem Fassanstich zu eröffnen. Zusammen wurde auf ein gutes Gelingen angestoßen.
„Es ist eigentlich das Dorffest der Vereine innerhalb des Jubiläumsjahrs“, erklärte Mannheimer, bei dem viele Fäden zusammenliefen. Und dafür zogen alle an einem Strang – ob der größte Verein, die SG Hallwangen, der Liederkranz, die Narrenzunft, der Bergwerksverein, der Motorradsportclub (MSC), der CVJM, die evangelische Kirchengemeinde, Ortschaftsräte oder engagierte Bürger. Rund zwei Jahre liefen Vorbereitungen.
„950 Jahre – wahrhaft ein Grund zu feiern“, befand Bürgermeister Bernhard Haas, „ein absoluter Höhepunkt der vielfältigen Feiern, die dieses Jahr stattfinden.“ Er lobte das Engagement der vielen Menschen, die sich in Hallwangen einbringen: „So viel ehrenamtliches Engagement – eine Freude für einen Bürgermeister.“
Fast 350 Helfer im Einsatz
Zudem freute er sich, seinen Vor-Vorgänger Hans Jürgen Pütsch begrüßen zu können. Pütsch war nach seiner Zeit als Bürgermeister von Dornstetten Oberbürgermeister von Rastatt. Seit zwei Jahren genießt er seinen Ruhestand, seit Mai ist er Präsident des Badischen Chorverbands.
Andreas Berg – einer der SG-Vorsitzenden – vom Organisationsteam betonte beim Fassanstich, dass an den drei Festtagen insgesamt fast 350 Helfer im Einsatz seien.
Vor dem Rathaus hatten die Fundeckritter Ahldorf ihre Zelte aufgeschlagen und präsentieren das Lagerleben. „Wir sind die Vögte von Horb“, verkündeten Jochen Zink und Heiko Köbele, die ebenfalls einen runden Geburtstag feiern: „Uns gibt es seit 20 Jahren.“
Mittelalterliches Treiben
Am Samstagnachmittag herrschte buntes mittelalterliches Treiben auf dem Platz vor und neben dem Rathaus und bis zur Kirche – Handwerkermarkt inklusive. Angeführt von Marktvogt Curiositas, zog eine mittelalterliche Schar – nicht zu überhören durch die Mittelalterband „Insanis Maxima“ vom Bodensee – über das Festgelände. Mit einem sibirischen Uhu und einem amerikanischen Habicht waren Heinrich von Anebos sowie der Reichsgraf von Leiningen und ihre Falknerei ein weiterer Anziehungspunkt für die Besucher.
Der MSC Hallwangen präsentierte derweil mit alten Traktoren und einer historischen Dreschstation den Weg vom Korn zum Brot.
Auf dem Handwerkermarkt präsentierten sich unter anderen Dieter Kalmbach aus Wittlensweiler mit einer Feldschmiede, „Hummel“ und sein Team aus Oberiflingen mit einer historischer Mostpresse. Armbänder aus Holz wurden ebenso angeboten wie Dinnele direkt aus dem Holzofen. Auf dem Schulhof gab es eine Spielstraße für die jüngsten Gäste.
„Albkracher“ lassen es krachen
Auch zwei musikalische Abende im Festzelt am Rathaus prägten das Festwochenende. Rock- und Pop-Klassiker hatte am Freitag nach dem Fassanstich die sechsköpfige Band „The Groove Joinery“ im Repertoire. Die „groovige Schreinerei“ zeigte sich vielseitig und begeisterte. „Wir freuen uns auf 950 Jahre Hallwangen – das Zelt ist mit so viel Liebe und vielen Details gemacht“, rief Bandmitglied Ralf Heckner, der in Hallwangen Dirigent des Gesangvereins Liederkranz und von „Voice Factory“ ist.
Am Samstagabend füllten die „Albkracher“ das Zelt. Schon Tage vor dem Auftritt war die Oktoberfest-Party ausverkauft. Die achtköpfige Band in Tracht machte ihrem Namen alle Ehre und ließ es richtig krachen. Dirndl und Lederhose waren auch im Publikum stark vertreten – war doch angekündigt worden: Wer in Tracht kommt, bekommt einen „Shot“. Alpenrock, Volksmusik und aktuelle Hits, Ballermannstimmung und Wasengaudi brachten die Ortsmitte Hallwangens an diesem Abend zum Beben.