74-Jährige in FDS vermisst
: Helferin berichtet – diese Spuren haben die Suchhunde bislang entdeckt

Die Suche nach der in Freudenstadt verschwundenen 74-Jährigen dauert weiter an. Eine Helferin berichtet, welche Spuren es gibt und warum bisher alle Suchaktionen erfolglos blieben.
Von
Timo Beyer
Oberndorf
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Bei der Suche nach Brigitta S. wurden auch speziell ausgebildete Hunde eingesetzt. (Symbolbild)

Юлия Блажук - stock.adobe.com

Seit nun einer Woche wird die 74-jährigen Brigitta S. aus Bad Rippoldsau-Schapbach vermisst. Zuletzt gesehen wurde sie in Freudenstadt. Wie die Polizei berichtet, sind bereits mehrere Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Allerdings habe sich daraus keine weitere Spur ergeben, so eine Sprecherin der Polizei. „Es gibt keine neuen Erkenntnisse.“

Doch die Angehörigen setzen ihre Suche nach der 74-Jährigen fort. Auch die Polizei arbeitet laut der Sprecherin weiter an dem Fall. Und nach wie vor hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Doch welche Spuren gibt es bislang? Und wie sind die Suchaktionen in den vergangenen Tage abgelaufen? Antworten auf diese Fragen liefert nun ein Gespräch mit einer freiwilligen Helferin, die von Anfang an bei der Suche nach Brigitta S. mit dabei war.

Überwachungskamera liefert ersten Hinweis

Sie ist Mitglied bei den Maltesern und besitzt einen ausgebildeten Suchhund, einen sogenannten Mantrailer. Von einem Angehörigen der Vermissten wurde sie bereits am Tag des Verschwindens der 74-Jährigen, am Mittwoch vergangener Woche, um Hilfe gebeten. Zu diesem Zeitpunkt war die Polizei noch nicht involviert.

Ausgangspunkt war die Adventure-Golf-Anlage im Norden Freudenstadts. „Dort gibt es eine Überwachungskamera“, berichtet die Helferin. Auf einer Aufnahme sei Brigitta S. zu sehen gewesen.

Spur führt in den Wald

Ihr Hund habe dann auch eine Spur aufgenommen. „Die hat in den Wald geführt“, so die Helferin. „Wir mussten dann aber abbrechen, weil der Hund fertig war.“ Die Hitze habe dem Tier zu schaffen gemacht.

Die Angehörigen hätten daraufhin die Polizei informiert, die eine großangelegte Suchaktion in die Wege leitete. „Über zwei Tage wurde mit Personenspürhunden auch aus anderen Landkreisen gesucht“, erklärt die Helferin. Die Malteser hätten elf Suchhunde eingesetzt. Auch die Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes sei mit vier Tieren dabei gewesen.

Dabei kamen laut Eppler zwei Arten von Suchhunden zum Einsatz: Zum einen Mantrailer, die darauf abgerichtet sind, den Geruch einer bestimmten Person aufzunehmen und der Spur zu folgen. Zum anderen Flächensuchhunde, die dafür ausgebildet sind, jeden menschlichen Geruch zu erkennen.

Gesucht worden sei in einem Umkreis von einem Kilometer rund um die Adventure-Golf-Anlage. Dabei seien zwei Geruchsspuren entdeckt worden. „Eine Spur hat weiter Richtung Wald geführt, die andere Spur grob Richtung Baiersbronn“, so die Helferin.

Hitze macht Suchhunden zu schaffen

Dass es zwei Spuren gebe, sei dadurch zu erklären, dass die Hunde nicht unterscheiden könnten zwischen einer älteren Spur und einer frischen Spur. Es könnte also sein, dass die Vermisste schon einige Tage vor ihrem Verschwinden in dem Waldstück unterwegs war und eine der Spuren sich auf diese Weise erklären lässt.

Doch auch bei den großangelegten Suchaktionen sei die Hitze zum Problem für die Hunde geworden. Deshalb sei es bei keiner der beiden Spuren möglich gewesen, diese bis zum Ende zu verfolgen. Die Polizei habe sich daher dann für die Öffentlichkeitsfahndung entschieden.

Grund für Verschwinden noch immer unklar

Warum Brigitta S. am vergangenen Mittwoch verschwunden ist, kann sich auch die Helferin nicht erklären. „Demenz hat sie nicht.“ Dass sie in den Wald gegangen ist, könne an der Hitze gelegen haben. „Wir vermuten, dass sie Schatten gesucht hat, um sich abzukühlen.“

Doch wie geht es jetzt weiter? Die Helferin berichtet, dass am Mittwochabend – exakt eine Woche nachdem die Frau verschwand – eine weitere private Suchaktion geplant ist. Auch sie werde mit ihrem Mantrailer wieder dabei sein. Derweil läuft auch die Öffentlichkeitsfahndung der Polizei weiter.

Wer hat Brigitta S. gesehen?

Beschreibung
Brigitta S. ist etwa 1,60 Meter groß, kräftig und hat grau-weißes Haar. Bekleidet ist sie mit einem auffallenden rosafarbenen, kurzärmligen Poloshirt, einer schwarzen Hose und dunklen Schuhen.

Weidenkorb
Des Weiteren dürfte die Vermisste zuletzt einen Weidenkorb mit sich geführt haben. Hier ist für die Ermittler von Interesse, ob seit vergangenen Donnerstag dieser Gegenstand herrenlos aufgefunden wurde. Bilder sind hier auf einer Website der Polizei abrufbar.

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