Wer in der App kauft – spart Geld
: Fahrkarten im Raum Freiburg werden teurer – digitale Tickets nicht

Der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) passt seine Tarife zum 1. Januar 2027 an. Die digitalen Preise bleiben stabil und werden nicht erhöht. Der Fahrkartenkauf beim Personal im Zug sowie am Automaten wird dagegen teurer.
Von
Alexander Blessing
Freiburg
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Rund 95 Prozent der Stammkunden des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg (RVF) setzen auf das Deutschlandticket.

Rund 95 Prozent der Stammkunden des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg (RVF) setzen auf das Deutschlandticket.

Alexander Blessing
  • RVF passt zum 1. Januar 2027 die Tarife an – digitale Ticketpreise bleiben stabil.
  • App-Tickets sind günstiger: Einzelfahrschein Stufe 1 kostet 2,70 Euro, am Automaten 3,20 Euro.
  • Automaten- und Bordverkauf werden teurer, auch Tageskarten und Kurzstrecke steigen im Preis.
  • Deutschlandticket kostet ab 1. Januar 2027 66,80 Euro, Jugendtarif 48,80 Euro pro Monat.
  • Tarifangebot wird gestrafft; Nachweise für die Regiokarte Schüler werden vereinfacht.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Entwicklung ist eindeutig: Fast jeder zweite Gelegenheitskunde kauft seinen Fahrschein inzwischen per App. Der Anteil der digitalen Ticketkäufe ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Mit der Tarifanpassung, die der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) zum 1. Januar 2027 vornimmt, trägt der RVF diesem Wandel Rechnung und stärkt sein digitales Angebot weiter.

„Fahrscheine, die über Apps gekauft werden, verteuern sich nicht“, erklärt RVF-Pressesprecherin Heike Huber-Ruf. Der bereits bestehende Digitalrabatt für gelegentliche Fahrten werde ausgebaut.

Tickets sind in der App deutlich günstiger

So kostet ein Einzelfahrschein der Preisstufe 1 in den Apps von RVF, der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der Deutschen Bahn (DB) weiterhin 2,70 Euro und damit ab Januar 2027 ganze 50 Cent weniger als am Automaten. In der Preisstufe 3 beträgt der Preisvorteil gegenüber dem Automatenkauf mehr als einen Euro. Ab Januar bietet der RVF auch die Regiokarte Basis und die Kurzstrecke mit einem Digitalrabatt in den Apps an, teilt der RFV mit.

„Immer mehr Fahrgäste nutzen digitale Vertriebskanäle. Der RVF baut diese Angebote daher konsequent aus und schafft zusätzliche Anreize für den digitalen Ticketkauf“, erklärt Simone Stahl, Geschäftsführerin des RVF.

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Gleichzeitig betont Stahl, dass der Ticketkauf am Automaten weiterhin möglich bleibt: „Damit verbindet der RVF den Ausbau moderner Vertriebswege mit einem verlässlichen Angebot für alle Fahrgäste.“

Die vergünstigten digitalen Tarife sind in den Apps RVF mobil, VAG mobil und im DB Navigator erhältlich. Neben dem Ticketkauf bieten die Anwendungen auch Fahrplanauskünfte und weitere Informationen rund um die Mobilität in der Region. Auch das Check-in-Ticket über die Fairtiq-App profitiert von den günstigen Tarifen.

Einzelne Fahrscheine werden teurer

Für Fahrscheine, die am Automaten oder beim Fahrpersonal gekauft werden, gelten ab Januar 2027 neue Preise. Einzelfahrscheine für Erwachsene steigen je nach Preisstufe um 20 bis 40 Cent. Der Einzelfahrschein der Preisstufe 1 kostet dann 3,20 Euro.

Die Kurzstrecke wird künftig 2 Euro kosten. Die Preise für Tageskarten liegen zwischen 7,50 Euro für die „Solo+-Tageskarte“ in Preisstufe 1 und 29,60 Euro für die Gruppen-Tageskarte in Preisstufe 3. Mit der „2x4-Fahrtenkarte“ kostet eine Fahrt in Preisstufe 1 künftig 3 Euro.

Bei den Regiokarten falle die Anpassung sehr gering aus.

Auch Deutschlandticket wird teurer

Das Deutschlandticket, das laut RVF rund 95 Prozent der Stammkunden nutzen, wird ab 1. Januar 2027 66,80 Euro kosten. Sein Preis wird durch einen bundesweit gültigen Index festgelegt. Diese Preisanpassung wirkt sich auch auf das „D-Ticket Jugend BW“ aus. Es wird ab Januar  48,80 Euro je Monat kosten.

Tarifangebot wird vereinfacht

Mit der Einführung des Deutschlandtickets hat sich die Nachfrage nach einzelnen Fahrscheinarten deutlich verändert. Viele Kunden wünschen sich heute vor allem einfache und digitale Angebote.

„Kundinnen und Kunden erwarten, einfache Kaufentscheidungen treffen zu können. Zu viele Optionen sorgen für Unsicherheit und können den Zugang zum ÖPNV erschweren“, sagt Timm Anders, Geschäftsführer des RVF.

Vor diesem Hintergrund habe der RVF sein Tarifsortiment überprüft und auf stark nachgefragte Angebote konzentriert. Für alle Fahrscheine, die künftig entfallen, stehen Alternativen zur Verfügung.

Ab Januar 2027 werden daher die Punktekarte, der Gruppenfahrschein, die Regiokarte Kind, die Regiokarte Jahr sowie die Ergänzungskarten zu den Nachbarverbünden nicht mehr angeboten.

Regiokarte: Nachweis für Schüler wird einfacher

Auch bei der Regiokarte Schüler wird der Zugang vereinfacht. Künftig entfällt die bisher erforderliche Stammkarte, die regelmäßig abgestempelt und vorgezeigt werden musste.

Für Schüler sowie Auszubildende unter 21 Jahren reicht künftig ein gültiger Ausweis als Nachweis aus, teilt der RVF mit. Junge Menschen bis 27 Jahre benötigen zusätzlich einen Ausbildungsnachweis. Damit werde das Verfahren sowohl für die Fahrgäste als auch für Schulen und Ausbildungsstätten spürbar vereinfacht.