Studie der Umwelthilfe
: Freiburg bei E-Bus-Quote im ÖPNV deutschlandweit in der Spitzengruppe

Mehr als die Hälfte der in Freiburg eingesetzten Busse haben bereits einen Elektroantrieb. Das geht aus einer Studie der Deutschen Umwelthilfe hervor. Die Verantwortlichen freuen sich über diese Zahl – und möchten diese weiter ausbauen.
Von
Felix Paschke
Freiburg
Jetzt in der App anhören
Mehr als die Hälfte der Busse in Freiburg haben bereits einen Elektroantrieb. Damit liegt Freiburg bundesweit auf Rang zwei unter 40 Großstädten.

Mehr als die Hälfte der Busse in Freiburg haben bereits einen Elektroantrieb. Damit liegt Freiburg bundesweit auf Rang zwei unter 40 Großstädten.

VAG Freiburg/Dennis Savini
  • Freiburg liegt bei der E-Bus-Quote bundesweit auf Platz zwei unter 40 Großstädten.
  • 51,7 Prozent der Busse haben einen Elektroantrieb – im Linienbetrieb sind es rund zwei Drittel.
  • Die VAG will den regulären Linienverkehr bis 2030 rein elektrisch betreiben.
  • Mannheim führt mit 60,6 Prozent, Karlsruhe folgt knapp hinter Freiburg mit 51,6 Prozent.
  • Noch fast 80 Prozent der Busse in den befragten Großstädten fahren mit Diesel, so die DUH.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In vielen deutschen Großstädten dominieren auch weiterhin Busse mit Dieselantrieb den öffentlichen Nahverkehr. Das geht aus einer Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor, die deutschlandweit in 40 Großstädten untersucht hat, wie viele Elektrobusse eingesetzt werden.

Die Stadt Freiburg liegt dabei im bundesweiten Ranking auf Platz zwei, mehr als die Hälfte (51,7 Prozent) aller Busse hat einen Elektroantrieb. Betrachtet man nur den Anteil der Busse, die für den regulären Linienbetrieb benötigt werden, liegt der Elektrifizierungsgrad sogar noch höher, heißt es von der Freiburger Verkehrs AG (VAG). Das Verkehrsunternehmen beziffert diese Quote in einer Mitteilung auf runde zwei Drittel.

Mit Mannheim liegt eine weitere Stadt aus Baden-Württemberg im Ranking ganz vorn, hier sind so 60,6 Prozent der Busse elektrisch. Knapp hinter Freiburg auf Rang drei liegt Karlsruhe (51,6 Prozent).

Damit gehört Freiburg zu den drei „Vorreiterstädten“, die von der DUH die Grüne Karte bekommen. Gleich 19 Großstädte in Deutschland erhalten dagegen die Rote Karte. „Insgesamt fahren noch fast 80 Prozent der Busse in den befragten Großstädten mit Dieselantrieb“, schreibt die DUH in ihrer Pressemitteilung.

Schwabo7 am Morgen

Starten Sie mit den wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt zusammengefasst in den Tag.

2030 soll der Linienverkehr rein elektrisch betrieben werden

Das bedeutet: Freiburg liegt deutlich über dem Schnitt – und will seine Quote noch weiter ausbauen. „Die VAG will den regulären Linienverkehr bis 2030 rein elektrisch betreiben“, heißt es von der VAG. Eine Tatsache, die auch die Deutsche Umwelthilfe in ihrer Mitteilung positiv hervorhebt. Zudem bewertet die DUH auch die Schadstoffklassen der eingesetzten Verbrennerbusse. Zum Stichtag Ende 2025 waren in Freiburg keine Busse unterhalb der Abgasnorm Euro V mehr im Bestand.

Das sagt Freiburgs OB Martin Horn

Bei den Verantwortlichen von Stadt und VAG freut man sich über das Ergebnis der DUH‑Untersuchung. „Unsere E-Busse sind leise, komfortabel und sauber in der Stadt unterwegs. Sie sind ein wichtiger Baustein für einen elektrischen und starken Nahverkehr in Freiburg. Die Zahlen zeigen, wie weit wir beim Umbau des ÖPNV bereits gekommen sind. Diesen Weg werden wir weiter gehen“, wird Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) in einer Mitteilung zitiert.

VAG-Vorstände kündigen weitere Neubeschaffungen an

„Für uns ist die Platzierung eine Bestätigung dafür, dass langfristige Investitionen in Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Betriebshof die richtigen Entscheidungen waren“, sagt VAG-Vorstand Oliver Benz. Stephan Bartosch, ebenfalls VAG-Vorstand, ergänzt: „Die Elektrifizierung der Busflotte erfordert den Ausbau der Infrastruktur, neue technische Prozesse und die Qualifizierung der Mitarbeitenden. Mit jeder Neubeschaffung wächst der Anteil der E-Busse.“

Zudem kündigt Bartosch an, dass noch in diesem Jahr drei weitere E-Busse in die Flotte integriert werden. So können „weitere Dieselbusse ausgemustert“ werden.