Stadt prüft rechtliche Schritte: In Freiburg waren gefälschte Plakate zum Thema Hitze im Umlauf

Die Hitzewelle in Freiburg macht vielen Menschen zu schaffen. In den vergangenen Tagen waren gefälschte Plakate zu dem Thema Hitze im Umlauf.
Patrick Seeger/dpa (Symbolfoto)- In Freiburg tauchten gefälschte Hitze-Plakate mit Stadtlogo und OB-Fotos auf.
- Die Stadt stellt klar, dass sie nicht Absender ist, und prüft rechtliche Schritte.
- Begründung: unzulässige Logo- und Bildnutzung sowie mögliche Sachbeschädigung.
- Starker Kleber erschwerte die Entfernung – die ASF hat die Plakate entfernt.
- Inhalte der Plakate nennt die Stadt nicht, Anliegen zur Hitze nehme man ernst.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Freiburg schwitzt: Erneut hat eine Hitzewelle die Stadt im Breisgau im Griff, auch am Mittwoch stiegen die Temperaturen auf mehr als 30 Grad. Zum Thema Hitze sind in den vergangenen Tagen im Stadtgebiet Plakate aufgetaucht, „die den Eindruck erwecken, von der Stadt Freiburg zu stammen“, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.
Dazu stellt sie klar: „Die Plakate stammen nicht von der Stadt Freiburg und wurden weder von ihr erstellt noch aufgehängt.“ Die Verwaltung spricht von einer „politischen Guerilla-Aktion“ – und prüft laut der Mitteilung rechtliche Schritte.
Dabei gehe es zum einen um die nicht gestattete Verwendung des städtischen Logos sowie von Fotos des Oberbürgermeisters Martin Horn, die auf den Plakaten zu sehen waren. Außerdem gehe es um mögliche Sachbeschädigungen aufgrund der Art und Weise der Anbringung.
Starker Kleber erschwert die Entfernung
Denn die bislang unbekannten Plakatierer nutzten laut Stadt „sehr starken Kleber“. Das erschwere nicht nur die Entfernung, sondern beschädige zum Teil auch den Untergrund, heißt es von der Stadt. Die entstandenen Schäden missbillige man, so die Mitteilung.
Das steht auf den falschen Plakaten
Die Überschrift des Plakats ist „Hitzeschutz in Freiburg ist Chefsache“. Das zeigt ein Foto des Plakats, das unserer Redaktion vorliegt. Horn, dessen Foto auf den gefälschten Plakaten zu sehen ist, verspricht darauf unter anderem, dass er jedes Jahr 5000 Quadratmeter entsiegeln, Freiburg zur Schwammstadt machen und in allen Stadtteilen kühle, grüne Orte mit Wasserzugang einrichten werde. Außerdem solle die Zähringer Höhe unbebaut bleiben.
Mittlerweile hängen die gefälschten Plakate jedoch nicht mehr, die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) habe sich um die Entfernung gekümmert, schreibt die Verwaltung.
Anliegen zum Thema Hitze werden ernst genommen
Die Anliegen vieler Menschen in Freiburg zu den Themen Hitze, Klimawandel und Klimaanpassung nimmt man im Rathaus jedoch „sehr ernst“. „Nicht zuletzt die derzeitigen Hitzewellen zeigen, wie wichtig es ist, Städte an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Freiburg arbeitet seit vielen Jahren daran, Klimaschutz und Klimaanpassung voranzubringen“, schreibt die Stadt. Dass Menschen mit den gefälschten Plakaten getäuscht wurden, bedauere man.
Aktuelle Situation ist kein Einzelfall
Gefälschte politische Botschaften mit scheinbar offiziellem Absender sind in Freiburg kein neues Phänomen. Die Stadt nennt gefälschte Anwohnerschreiben zum Stadttunnel, zu Parkplätzen oder gefälschte Plakate im Zusammenhang mit dem Dietenbachwald als Beispiele aus der Vergangenheit.
