Situation „vielerorts dramatisch“
: Badens Bauern haben teilweise mit Totalausfällen bei der Ernte zu kämpfen

Badische Landwirtschaftliche Hauptverband hat ein gemischtes Fazit zur diesjährigen Ernst gezogen. Während die Getreideernte solide war, gab es teilweise aufgrund der Hitze auch Totalausfälle.
Von
Ralf Deckert
Freiburg
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Getreideernte: ARCHIV - 08.07.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Dalberg: Ein Mähdrescher fährt bei der Ernte von Gerste über einen Getreideacker. (Luftaufnahme mit einer Drohne) (zu dpa: «Getreideernteertrag verharrt ungefähr auf Vorjahresniveau») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Während in Baden eine „solide Getreideernte“ zu verzeichnen war, gab es etwa beim Obst große Probleme aufgrund der Hitzewellen.

Jens Büttner/dpa (Symbolfoto)
  • BLHV zieht in Freiburg eine durchwachsene Bilanz der Erntezeit – teils gute Erträge.
  • „Solide Getreideernte“ dank Niederschlägen im Frühjahr, später teils niedrige Proteinwerte.
  • Dürre verursacht Totalausfälle bei Obst; Äpfel, Birnen, Beerenobst und Kirschen stark betroffen.
  • Mais und Soja mit großen Einbußen, Silomais liefert wenig Futterqualität und Energie.
  • Futterversorgung in rinderhaltenden Betrieben kritisch, Verband fordert schnelle Unterstützung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) in Freiburg hat eine durchwachsene Bilanz der zurückliegenden Erntezeit gezogen. Teilweise seien gute Erträge erzielt worden. Teilweise habe es aber auch Totalausfälle als Folge der Dürre gegeben, so der Verband am Montag. Viele Betriebe hätten derzeit mit zunehmenden Geldproblemen zu kämpfen.

BLHV-Präsident Bernhard Bolkart bilanzierte am Montag eine „solide Getreideernte“ in Baden. Die Niederschläge im Frühjahr hätten dafür die Grundlage geliefert. Die Trockenheit im Sommer hingegen habe in späteren Erntegebieten für teilweise niedrige Proteinwerte gesorgt.

Die Rapsernte sei teils geringer ausgefallen als im vergangenen Jahr. Bauern mit Mais und Soja auf den Feldern müssten mit großen Ertragseinbußen rechnen, was auch beim Silomais eine geringe Futterqualität und einen geringen Energiegehalt nach sich ziehe. Die Situation sei „vielerorts dramatisch“, so Bolkart.

Große Spannweite bei den verschiedenen Produkten

Ein Problem sei derzeit die Futterversorgung in rinderhaltenden Betrieben. Hier tue sich eine „Existenzfrage“ auf, da seit Wochen kein Weidegang möglich sei und zugefüttert werden müsse.

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Bei den Frühkartoffeln seien die Erträge hingegen gut bis sehr gut. Beim Obst und Gemüse verzeichne der Verband „deutliche Dürrespuren“. Die Spannweite sei groß: Die Spargelsaison sei gut gewesen.

Verband hofft auf Unterstützung

„Erhebliche Schäden“ habe es hingegen bei Äpfeln, Birnen, Beerenobst und Kirschen gegeben. Viele Betriebe bräuchten derzeit „schnelle und unbürokratische Unterstützung“, so Bolkart, sowie perspektivisch „wirksame Instrumente zur Risikovorsorge“.