Pünktlich zum Weihnachtsmarkt: Die Sanierung der Freiburger Rathausgasse ist frühzeitig fertig

Die Rathausgasse ist nun dank abgeschliffenem Natursteinpflaster auch barrierefrei zugänglich.
Felix Paschke- Rathausgasse in Freiburg ist nach Sanierung frühzeitig wieder frei und barrierefrei zugänglich.
- Stadt und Badenova Netze schlossen Leitungs- und Pflasterarbeiten deutlich schneller ab.
- Neues abgeschliffenes Natursteinpflaster und verlängertes Bächle bis zum Rotteckring.
- Kosten: rund 1,3 Mio. Euro für Straßenbau; FWTM gab 400.000 Euro; Land förderte Tastleitsystem.
- Eröffnung vor dem Weihnachtsmarkt: mehr als 140 Stände stehen von 19. November bis 23. Dezember.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Visitenkarte Freiburgs, Tor zur Innenstadt oder einfach nur eine besondere Straße: Es gab am Montagmittag zahlreiche Bezeichnungen für die Rathausgasse. Seit Anfang des Jahres war hier Baustelle. Unterirdisch wurden diverse Leitungen verlegt, zudem wurde die Oberfläche erneuert.
Pünktlich zum Start in die Weihnachtszeit und gut zwei Wochen vor dem Start des Freiburger Weihnachtsmarktes hieß es nun von der Stadt: Die Sanierung der prestigeträchtigen Straße, die vom Rotteckring direkt bis zum Rathausplatz führt, ist beendet. Und das fast ein Jahr früher als geplant. Denn eigentlich sollten die Arbeiten in der Rathausgasse bis Oktober 2027 dauern und in der Zeit des Weihnachtsgeschäfts lediglich pausieren.
Darum ging es deutlich schneller als geplant
„Es ging deutlich schneller als gedacht“, freute sich der Erste Bürgermeister Martin Haag bei der offiziellen Eröffnung der neuen Rathausgasse. Die Leitungsarbeiten gingen laut Stadt deutlich schneller, daher wurden die Pflasterarbeiten vorgezogen. Weitere Anpassungen im Bauablauf ermöglichten es, die Sanierung noch in diesem Jahr abzuschließen.
„Wichtig, dass wir es noch vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes fertig geschafft haben“, sagte auch Oberbürgermeister Martin Horn. Die auffälligste Neuerung ist dabei das abgeschliffene Naturstein-Pflaster. Um dessen Barrierefreiheit zu demonstrieren und das Pflaster direkt einer „Qualitätskontrolle“ zu unterziehen, hatte Katharina Schirmbeck, Geschäftsführerin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. (FWTM), hohe Schuhe angezogen und einen Rollkoffer mit dabei.
Mehr als eine Million Euro investiert
Die FWTM hatte das Projekt mit 400.000 Euro aus der Tourismusförderung unterstützt. Die Straßenbauarbeiten des Garten- und Tiefbauamts kosteten insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg förderte die Erweiterung des taktilen Bodenleitsystems mit rund 100.000 Euro.

OB Martin Horn durfte am Montag den letzten Stein, auf dem die Jahreszahl 2026 steht, in den Boden einsetzen.
Felix Paschke„Es sieht nach Freiburg aus, aber es lässt sich auch sehr gut begehen“, sagte Haag und sprach von einer „extrem schwierigen Baustelle“. Denn vor allem für die zahlreichen Händler in der Rathausgasse bedeuteten die Arbeiten erhebliche Einschränkungen. Mit „Umsatzeinbußen und Beeinträchtigungen“ hätten Geschäfte und Einrichtungen zu kämpfen gehabt, sagte Horn.
Händler loben die Arbeit der Handwerker
Daher war auch Jan Ramsperger von der gleichnamigen Messerschmiede in der Rathausgasse „froh, dass es ein Jahr schneller ging als gedacht“. Im Namen der Interessengemeinschaft Rathausgasse, in deren Vorstand er sitzt, betonte er die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt und bezeichnete die Arbeit der Handwerker als „sensationell“.
Die Arbeiter mussten dabei in kleinen Abschnitten vorgehen. Einerseits mussten die Geschäfte und Hauseingänge erreichbar bleiben, außerdem mussten Feuerwehr und Rettungsdienste jederzeit Zugang haben. Durch die Arbeiten in der Rathausgasse wurde auch der sichtbare Teil des Bächles, das sich durch die gesamte Innenstadt zieht, um rund 13 Meter bis zum Rotteckring verlängert.
Freiburger Weihnachtsmarkt
In der Freiburger Innenstadt laufen die letzten Vorbereitungen: Am Donnerstag, 19. November, wird der Weihnachtsmarkt eröffnet. Bis zum 23. Dezember sind dann mehr als 140 Stände in der Stadt aufgebaut und locken zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an.
