Kunst
: Wie im Freiburger Münster mit Fäden Licht sichtbar gemacht wird

Die Faden-Installation „Sichtbar – Unsichtbar“ ist noch bis Ende September im Freiburger Münster zu sehen. Bei den Besuchern kommt sie gut an.
Von
red/pm
Freiburg
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Im Freiburger Münster ist derzeit eine Faden-Installation zu sehen.

Im Freiburger Münster ist derzeit eine Faden-Installation zu sehen.

Klaus Polkowski
  • Im Freiburger Münster läuft die Faden-Installation „Sichtbar – Unsichtbar“ bis Ende September.
  • Besucher zeigen große Resonanz: Freude, Dankbarkeit und wiederholte Besuche werden berichtet.
  • Kuratorin Seifert betont leises Erleben von Licht im Raum, Künstlerin Maier beschreibt Staunen.
  • Fäden über mehrere Kilometer machen Lichtachsen sichtbar und laden zum ruhigen Erkunden ein.
  • Begleitprogramm: Film mittwochs und freitags ab 17 Uhr, Impulse samstags, Vortrag am 10. September.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Kunstinstallation „Sichtbar – Unsichtbar“ beeindruckt Besucher im Freiburger Münster, wie bisherige Rückmeldungen zeigen: Bei ihr kämen große Freude und Dankbarkeit für die Installation an, erklärt Projektleiterin Katharina Seifert vom Fachbereich Kunst, Kultur, Kirche des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg in einer Zwischenbilanz der Installation.

Teils handelt es sich um spontane Besuche, zum gewissen Teil um eine gezielte und wiederholte Ansteuerung des Freiburger Münsters, damit die erstmalige Kunstinstallation dieser Art im Inneren selbst erfahrbar wird, heißt es in einer Mitteilung.

Welche starke Wirkung die sich über mehrere Kilometer Gesamtlänge erstreckenden Fäden haben können, erfahren auch Münster-Führer von Teilnehmern. Eine Frau berichtete, dass sie von Beginn an täglich ins Münster komme, da auf sie die Fadeninstallation eine „heilende Wirkung“ habe, nachdem sie zuvor psychisch angeschlagen gewesen sei.

„Die Fäden, die als solche gar nicht wahrgenommen werden, sondern dem Licht als Kommunikator in der Stille dienen“, bezeichnet eine Person als wunderbar. „Die Installation ist einfach mega.“ Ein weiterer Münster-Besucher meint: „Ich war sofort fasziniert, weil Licht ein wesentliches Element des Münsters ist, das aber wie die Luft meist nicht bewusst wahrgenommen wird. Jetzt wird es ganz prominent und doch hauchzart sichtbar.“

Den Raum erleben

Gerade auf das ruhige Erkunden der Installation und die Strahlkraft von Sonne und Fäden setzt Kuratorin Seifert. „Es gibt auf den ersten Blick keinen riesigen Wow-Effekt, sondern es ist etwas, was sich leise zeigt.“ In ihrer Zwischenbilanz zeigt sie sich angesichts der positiven Rückmeldungen aus Freiburg, der Region und der Touristen sehr zufrieden. „Es freut mich unglaublich, dass die Menschen es so erfahren, dass es im Strahlen und in der Lichthaftigkeit über den Kirchenraum hinaus etwas Größeres gibt.“

Die Künstlerin Elke Maier bietet ebenso Einblicke in ihre Wahrnehmung: „Die Weite des Raums öffnet den Blick und veranlasst zum Staunen. Das gesprochene Wort antwortet dem geöffneten Blick. Das Erleben dieses Raums bewirkt, dass ich denke, was ohne dieses Erleben so nicht denkbar gewesen wäre.“

Die Fäden erstrecken sich über mehrere Kilometer.

Die Fäden erstrecken sich über mehrere Kilometer.

Klaus Polkowski

Charakteristisch für diese Installation sei, dass sie „zu bloßer Bewegung mit den Augen“ einlädt: „Sie bietet die Möglichkeit, mit den Augen im Raum umherzuwandern – bis ans Ende des Kirchenschiffs.“ Es könne sein, dass die sich durch die Fäden bietende Möglichkeit, mit den Augen im Raum umherzuwandern, für das Gefühl, in diesen Raum „mit Leib und Seele“ einzutauchen, überhaupt entscheidend sei. „Die in den Fäden manifestierten Sichtachsen dienen dem Auge als Koordinaten. Sie gestatten dem intuitiven, sinnlichen Wahrnehmen, den Raum in all seiner Vielfalt und Komplexität zu erfassen“, sagt Maier.

Film, Vortrag und Impulse

Den performativen Prozess des Erschaffens des Werks über sechs Wochen hinweg verfolgte immer wieder ein Filmteam der Firma B2W filmworks unter der Leitung von Ingo Behring. Entstanden ist eine Dokumentation. Der 18-minütige Film von Regisseur Behring ist bis zum Ende der Installation am 28. September immer mittwochs und freitags ab 17 Uhr im c-punkt Münsterforum zu sehen.

Unter dem Titel „Klang.Raum.Licht“ gibt es des Weiteren Impulse zur Installation mit Wort und Musik im Freiburger Münster bis zum 26. September immer samstags von 13.30 bis 13.50 Uhr.

Referentin Katharina Seifert bietet darüber hinaus den Vortrag „Mystik in der Bildenden Kunst“ am Donnerstag, 10. September, im c-punkt Münsterforum. Beginn ist um 17 Uhr. Zum Inhalt: Wie zeigt sich christliche Mystik in der bildenden Kunst bis hin zur Fadeninstallation im Freiburger Münster?

Der Eintritt ist jeweils frei.