Geplanter Klinikaufenthalt: Freiburgs OB Martin Horn lässt sich Insulinpumpe einsetzen

Freiburgs OB Martin Horn lässt sich eine Insulinpumpe einsetzen und möchte „insbesondere jungen Diabetes-Patienten Mut machen“.
Philipp von Ditfurth/dpa- Freiburgs OB Martin Horn hat Typ-1-Diabetes und lässt sich eine Insulinpumpe einsetzen.
- Der Klinikaufenthalt war geplant – „acht, neun Tage“ bleibt er stationär.
- Er erwartet stabileren Blutzucker und mehr Flexibilität im Alltag.
- Horn will „insbesondere jungen Diabetes-Patienten Mut machen“ und Stigmatisierung begegnen.
- Typ-1-Diabetes ist unheilbar, beginnt oft früh und erfordert lebenslang Insulin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Hallo aus der Klinik.“ So beginnt der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) seinen Beitrag in den Sozialen Medien. „Kein Sorge: Mir geht es gut“, schreibt er direkt danach. Demnach war der Klinikaufenthalt lange geplant. Denn: „Ich bekomme hier eine Insulinpumpe.“
Horn hat seit sechs Jahren Typ-1-Diabetes, im November 2020 machte er seine Erkrankung kurz vor dem Weltdiabetestag öffentlich. Die Nachricht der Diagnose sei ein Schock gewesen, sagte er damals. Es folgte eine extreme Umstellung in seinem Leben. Er musste seinen Alltag umstellen und immer den Blutzuckerwert im Blick behalten. Dabei lässt er sich künftig helfen.
„Bisher habe ich mir mein Insulin immer mehrmals täglich selbst gespritzt“, schreibt Horn in den sozialen Medien. Nun steigt er auf eine Insulinpumpe um – ein kleines, tragbares Gerät, das Diabetiker kontinuierlich mit Insulin versorgt. „Die Insulinpumpe stabilisiert meinen Blutzucker und gibt mir hoffentlich noch mehr Flexibilität im Alltag“, so Horn. „Ich bin gespannt und freue mich tatsächlich darauf“, schreibt der 41-jährige Politiker.
„Acht, neun Tage“ in der Klinik
Insgesamt, so sagt er es in dem Video auf seinen Social-Media-Kanälen, müsse er „acht, neun Tage“ stationär im Krankenhaus bleiben – „nächste Woche“ werde er zurück ins Rathaus kommen. Seinen Klinikaufenthalt will er auch nutzen, um ein wenig runterzukommen, erzählt er in dem Video.
Diabetes Typ 1 ist eine unheilbare Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Betroffene haben dadurch teilweise große Einschränkungen im Alltag und müssen lebenslang Insulin spritzen.
Horn will „insbesondere jungen Diabetes-Patienten Mut machen“
„Aber die medizinische Forschung macht großartige Fortschritte“, sagt Horn. Schon bei der Öffentlichmachung seiner Krankheit wollte er ein „mutmachendes Zeichen gegen Stigmatisierung“ setzen. Und auch seinen Klinikaufenthalt, bei dem er sich eine Insulinpumpe einsetzen lässt, möchte er nutzen. „Insbesondere jungen Diabetes-Patienten“ wolle er „Mut machen“, schreibt Horn.
Typ-1-Diabetes ist vergleichsweise selten. Meistens bricht die Krankheit bereits im Kindes- oder Jugendalter aus und bleibt ein Leben lang. Weltweit sind fast neun Millionen Menschen betroffen, in Deutschland knapp 400.000.
Insgesamt haben in Deutschland mehr als elf Millionen Menschen Diabetes. Die meisten sind von Typ 2 betroffen. Bei dieser Stoffwechselstörung reagieren die Körperzellen schlechter auf das Hormon Insulin.
