EU-weite Einsätze möglich: Bald können Freiburger Feuerwehrleute auch bei Waldbränden im Ausland helfen

Erst seit Kurzem hat die Freiburger Feuerwehr ein speziell für schwergängiges Gelände konzipiertes Fahrzeug. Mit diesem können in zwei Jahren Einsatzkräfte in ganz Europa bei Waldbränden ausrücken und die Feuerwehr vor Ort unterstützen.
Felix Paschke- Freiburger Feuerwehr will EU-weit bei Waldbränden helfen – einsatzfähig in „nächsten zwei Jahren“.
- Neues Einsatzmittel: ein extrem geländegängiger Unimog für schwer zugängliches Terrain.
- Alarmierung über den EU-Katastrophenschutz: Ausrücken binnen sechs Stunden, Einsatzdauer zehn Tage.
- Vorbereitung läuft in Kappel und Waltershofen, ausgerüstet werden 25 bis 30 Kräfte.
- Vier Einsatzkräfte müssen innerhalb von sechs Stunden startklar sein, unterstützt von Landeskräften.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bilder aus Frankreich und Spanien gehen um die Welt: Ganze Landstriche stehen in Flammen, heftige Waldbrände haben dort zahlreiche Siedlungen zerstört, viele Menschen mussten evakuiert werden. Noch immer kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen.
Mit dabei waren auch deutsche Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen, die kurzfristig über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus alarmiert wurden. Zukünftig könnten bei Einsätzen solcher Art auch Feuerwehrleute aus Freiburg mit dabei sein.
In den „nächsten zwei Jahren“ werde man „einsatzfähig sein, EU-weit auszurücken“, erklärte Carl-Friedrich Koch, stellvertretender Leiter der Abteilung für Bevölkerungsschutz, Einsatzorganisation und Integrierte Leitstelle im Freiburger Amt für Brand- und Katastrophenschutz, am Dienstag bei einem Pressetermin.
Neues Fahrzeug für schwer zugängliches Gelände
Dort wurde auch das Fahrzeug vorgestellt, mit dem Freiburger Feuerwehrleute in Zukunft auch im Ausland helfen können: ein extrem geländegängiger Unimog. In den Freiburger Wäldern mit gut ausgebautem Wegenetz ist dieser nicht unbedingt nötig. Aber: „In den Vogesen braucht man ein solches Fahrzeug“, sagte Christian Emrich, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz und Kommandant der Freiburger Feuerwehr.

In Frankreich kam es in diesem Sommer zu schweren Waldbränden. Sollte es zukünftig wieder zu solchen Ereignissen kommen, könnten auch Freiburger Feuerwehrleute zur Unterstützung anreisen.
Emma Da Silva/AP/dpaEin solcher Einsatz im Ausland wäre insgesamt auf zehn Tage ausgelegt, erklärte Koch. Binnen sechs Stunden müssten die Freiburger im Fall des Falles ausrücken und mit dem Unimog ins Brandgebiet reisen.
In Freiburg trainieren derzeit die freiwilligen Wehren in Kappel und Waltershofen für den Ernstfall, 25 bis 30 Kräfte werden für einen solchen Einsatz ausgerüstet. Vier von ihnen müssten binnen sechs Stunden nach der Alarmierung über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus bereit sein – gemeinsam mit anderen baden-württembergischen Kräften.

