Einschränkungen für Patienten
: An der Uniklinik Freiburg wird kommende Woche erneut gestreikt

Nächste Runde im Tarifkonflikt an den Unikliniken: Anfang der kommenden Woche ruft Verdi erneut zum Streik auf. Auch an der Uniklinik in Freiburg drohen Einschränkungen für Patienten.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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Wie schon Mitte Juni wird auch in der kommenden Woche an der Uniklinik in Freiburg gestreikt.

Wie schon Mitte Juni wird auch in der kommenden Woche an der Uniklinik in Freiburg gestreikt.

Felix Paschke
  • Verdi ruft an den Unikliniken Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen zu Streiks auf.
  • Die Aktionen sind für Montag, Dienstag und teils Mittwoch (6., 7. und 8. Juli) geplant.
  • Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens 320 Euro, sowie 250 Euro für Azubis.
  • Arbeitgeber boten 400 Euro Einmalzahlung und 4,75 Prozent in drei Schritten bei 32 Monaten.
  • In Freiburg drohen OP- und Bettenschließungen – Notaufnahmen bleiben durch Notdienst gesichert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Anfang der kommenden Woche dürften erneut gelbe Warnwesten, Verdi-Fahnen und Trillerpfeifen das Bild auf dem Gelände des Freiburger Universitätsklinikums prägen. Denn wie schon zweimal im aktuellen Tarifkonflikt hat die Gewerkschaft Verdi für Montag, Dienstag und teilweise Mittwoch (6., 7. und 8. Juli) zum Streik aufgerufen. Neben Freiburg sind auch die Unikliniken in Heidelberg, Ulm und Tübingen betroffen.

Damit will die Gewerkschaft vor der dritten und letzten Verhandlungsrunde am Mittwoch (8. Juli) nochmals den Druck auf den Arbeitgeberverband der Universitätsklinika Baden-Württemberg (AGU) erhöhen. Denn in der zweiten Runde vor etwa zwei Wochen kamen die Verhandlungsparteien nicht auf einen gemeinsamen Nenner.

Der AGU hatte dabei ein Angebot vorgelegt. Dieses sah unter anderem eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten vor. Die Arbeitgeber verweisen auf die schwierige Finanzlage der Kliniken und auf erwartete Auswirkungen der Gesundheitsreform der Bundesregierung.

Das fordert Verdi von den Arbeitgebern

Verdi dagegen fordert 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 320 Euro pro Monat. Zudem sollen Auszubildende und Praktikanten 250 Euro mehr bekommen, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der AGU-Vorschlag hatte Verdi-Angaben zufolge eine Laufzeit von 32 Monaten bis Ende 2028.

Die Uniklinik Freiburg wird erneut bestreikt.

Die Uniklinik Freiburg wird erneut bestreikt.

Felix Paschke

Patienten müssen sich also in der kommenden Woche erneut auf Einschränkungen vorbereiten. An den zwei Streiktagen Mitte Juni mussten an der Uniklinik Freiburg rund 180 geplante Operationen verschoben werden. „Zahlreiche Patienten, die ihren Termin teils seit Wochen oder Monaten eingeplant haben“, konnten diesen Klinikangaben zufolge nicht wahrnehmen.

Wieder wird mit Einschränkungen gerechnet

Auch für die Streiktage Anfang der kommenden Woche geht Verdi von Einschränkungen aus. „An den Standorten müssen voraussichtlich wieder zahlreiche OP-Säle geschlossen bleiben, auch mit Bettenschließungen ist zu rechnen“, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung. Nicht betroffen sind dagegen die Notaufnahmen. Über eine Notdienstvereinbarung ist sichergestellt, dass keine Patienten zu Schaden kommen.

Das ist in Freiburg an den Streiktagen geplant

In Freiburg sind am Montag und Dienstag Aktionen geplant. Am Montag findet eine Kundgebung auf dem Klinikgelände statt, am Dienstag zieht eine Demo ab dem Hörsaal Killianstraße in die Innenstadt zum Augustinerplatz. Dort ist gegen 12.30 Uhr eine Kundgebung mit Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker geplant.

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